Städte sind voller Autos. Das ist ein simpler Fakt, den wir in der Gegenwart als gegeben voraussetzen. Aber muss das auch in der Zukunft so sein? Die Geräuschkulisse und der benötigte Platz sind auf jeden Fall Faktoren, die gegen Automobil-Verkehr sprechen. Allerdings gibt es auch Punkte, die für Autos als Transportmittel sprechen – allen voran die individuelle Mobilität, die sich mit ihnen erreichen lässt. Es gibt zahlreiche Mobilitätskonzepte für die Städte der Zukunft. Von Elektroautos bis hin zu autonom fahrenden Autos sind viele Ideen dabei. Das Konzept „CarTube“ von PLP Architecture könnte ergänzend herangezogen werden. Das Architekturbüro möchte ein Untergrund-Straßennetz für den Autoverkehr aufbauen.


cartube

Tunnel statt Straßen

Das Konzept würde Städte quasi autofrei machen – zumindest über der Erde. Stattdessen würde der Verkehr im Untergrund stattfinden, ähnlich wie es heute bei U-Bahnen der Fall ist. Somit würde in Städten deutlich mehr Platz zur Verfügung stehen, der zur Begrünung und für Freizeitanlagen genutzt werden könnte. Oder eben für mehr Wohngebäude.


Die Tunnel sollen von der Größe her deutlich kleiner als die Hauptverkehrsadern großer Städte von heute ausgelegt werden. Dies kann erreicht werden, in dem man den Menschen vom Steuer entfernt und die Wagen autonom fahren lässt. Auch die Belüftung kann minimiert werden, indem auf Elektroautos statt Verbrennungsmotoren gesetzt wird.

PLP behauptet, dass das System so die Transportkapazitäten des Verkehrssystems verdoppeln könnte. Das Investment käme etwa dem Neuaufbau eines öffentlichen Verkehrssystem gleich. Die Reisezeiten zwischen zwei Punkten in der Stadt möchte PLP so um 75 Prozent senken.

Das Konzept hat bereits Kritiker

Laut PLPs Forschungsdirektor Lars Hesselgren ist das CarTube-Konzept eine direkte Reaktion auf die immer dramatischer werdende Verkehrssituation in den Weltmetropolen. „CarTube has the potential to be the next best thing to teleportation. t will revolutionize existing cities and allow for unprecedented urban forms„, so Hesselgren.

Kritiker halten dem Konzept entgegen, dass die Kosten den Nutzen übersteigen würden und das System in die existierende Infrastruktur aus Gebäude-Fundamenten, Abwasserkanälen, U-Bahn-Schächten und anderer unterirdischer Infrastruktur nur schwer unterzubringen wäre. Außerdem sei solch ein System eine technologische Herausforderung, der wir momentan nicht gewachsen seien. Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, ob Autos in Städten der Zukunft vielleicht generell keinen Platz mehr haben werden.

via Treehugger.com

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