Die Macher der Höhle der Löwen versuchen in jeder Staffel gute und spannende Gründer von einem Pitch in der Sendung zu überzeugen. Diesmal ist der Sender auf einen Kandidaten besonders stolz: Den gerade einmal 20-jährigen Tobias Gerbracht. Nicht umsonst wurde dessen Auftritt im Vorfeld bereits exklusiv ausgewählten Journalisten gezeigt. Diese Tatsache dürfte nicht zuletzt mit der Person des Gründers zusammenhängen. Denn Gerbracht hat bereits im Alter von sechs Jahren seine erste Erfindung gemacht und in den Jahren 2016 und 2017 jeweils den Bundespreis im Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Nun will er in der Höhle der Löwen mit einem neuen Produkt überzeugen: Sein Staubsaugeraufsatz Catch>>Up ist in der Lage Kleinteile wie Ringe und Schmuck vom gewöhnlichen Staub zu trennen und sicher aufzubewahren.


Bild: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Der Bernoulli-Effekt in der Höhle der Löwen

Die Besonderheit liegt in der pfiffigen Konstruktion. Denn es kommt nicht einfach ein schnell verdrecktes und reinigungsintensives Sieb zum Einsatz. Stattdessen setzt der junge Gründer auf die Grundlagen der Physik. Genauer gesagt auf den sogenannten Bernoulli-Effekt. Dieser sorgt dafür, dass normaler Staub und Schmutz ungehindert in den Staubsaugerbeutel passieren kann, während schwerere Teile in dem Luftstrom gesammelt werden. Der Clou der Erfindung liegt zudem in der einfachen Anwendungsweise. Denn Catch>>Up ist kein komplett neuer Staubsauger, der erst mühsam in den Markt eingeführt werden muss. Stattdessen handelt es sich um einen Aufsatz, der mit fast allen auf dem Markt erhältlichen Geräten kompatibel ist. Die Installation und Anwendung ist zudem denkbar einfach. Technisches Vorwissen wird nicht benötigt.

Die Produktion des Catch>>Up Aufsatzes soll durch Investoren finanziert werden

Die Entwicklung bis zum marktreifen Produkt hat der Gründer noch in Eigenregie zum Abschluss geführt. Nun aber benötigt er Unterstützung von erfahrenen Geschäftsleuten – und wagt sich daher in die Höhle der Löwen. Dort bietet er den Investoren einen Deal an: Für 100.000 Euro ist er bereit, 35 Prozent an einer noch zu gründenden Firma abzugeben. Das Geld soll genutzt werden, um die Massenproduktion und den Vertrieb zu finanzieren. Um die Löwen zu überzeugen, dürfte der Erfinder des Catch>>Up Staubsaugeraufsatzes auch erzählen, wie ihm die Idee zu seiner Erfindung gekommen ist: Seine Oma bat ihn einst, aus Versehen aufgesaugten Schmuck aus einem Staubsaugerbeutel zu holen. Doch Gerbracht ist Allergiker, sodass die Aufgabe für ihn nicht nur unangenehm, sondern auch schwer zu bewältigen war.

Ist Catch>>Up die neue Abfluss-Fee?

Der Name der Erfindung und der noch zu gründenden Firma ist allerdings eher schwer zu erklären. Es soll sich um ein Wortspiel mit Ketchup handeln, das aber in der Höhle der Löwen noch genauer erläutert werden muss. Unabhängig davon dürften aber auch einige Löwen an einer Zusammenarbeit mit dem jungen Gründer interessiert sein. Auf den ersten Blick scheint es sich um ein ideales Produkt für Ralf Dümmel zu handeln, der bekannt dafür ist, praktische Produkte schnell und großflächig in den Handel zu bringen. So gilt der Erfinder der Abfluss-Fee inzwischen als erster DHDL-Millionär. Aber auch die anderen Löwen dürften reges Interesse an dem Staubsaugeraufsatz Catch>>Up haben.


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