Im vergangenen Jahr hatte das Startup Faraday mit Sicherheit einen der bemerkenswertesten Auftritte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Denn im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Manager große Erwartungen geweckt, konnten dann auf der Messe aber kein annähernd funktionsfähiges Fahrzeug präsentieren. Auch in den Monaten danach kam es immer wieder zu Schwierigkeiten: So mussten die Arbeiten an einer neuen Fertigungsstätte im US-Bundesstaat Nevada gestoppt werden, weil ein Bauunternehmen nicht bezahlt wurde. Zahlreiche hochrangige Manager verließen das Unternehmen zudem bereits wieder. Auf der CES 2017 will Faraday nun aber zurück in die positiven Schlagzeilen und präsentiert das Premiummodell FF91. Geplanter Verkaufspreis: 180.000 US-Dollar.


Der Geschwindigkeitsrekord für Elektroautos wurde bereits gebrochen

Diesmal gab es dabei auf der Bühne auch tatsächlich ein fahrendes Auto zu sehen. Eine kleine Panne sorgte allerdings kurzzeitig für skeptische Blicke bei den anwesenden Experten. Denn als das Auto selbstständig einparken sollte, rührte es sich zunächst nicht von der Stelle. Erst beim zweiten Versuch konnte der Wagen diese Fähigkeit dann erfolgreich unter Beweis stellen. Abgesehen davon lesen sich die Leistungsdaten des neuen Premium-Elektroautos aber ausgesprochen gut. So verfügt der FF91 über 1050 PS und kann damit innerhalb von 2,39 Sekunden von null auf sechzig Meilen pro Stunde beschleunigen. Der bisherige Bestwert für Elektroautos lag bei 2,5 Sekunden und wurde von einem Tesla Modell S P100D aufgestellt.


Die Reichweite liegt deutlich höher als bei der Konkurrenz

Faraday möchte zudem offensichtlich mit der Reichweite des neuen Elektrowagens punkten. Diese wird mit stolzen 600 Kilometern pro Akkuladung angegeben – womit der FF91 deutlich weiter kommen würde als die entsprechenden Modelle von Tesla. Tesla allerdings produziert und verkauft bereits tatsächlich erfolgreich Elektroautos. Faraday hingegen muss erst noch unter Beweis stellen, dass sich die hochfliegenden Pläne tatsächlich realisieren lassen. Zweifel daran weckt nicht zuletzt der chinesische Investor Jia Yueting. Dieser führt ein Firmenkonglomerat namens Le Eco, musste zuletzt allerdings zugeben, dass in der Vergangenheit zu schnell expandiert wurde. Zudem befindet sich in seinem weitverzweigten Firmenimperium noch ein weiterer Hersteller von Elektroautos.

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