Gerade bei Nahrungsmittelproduzenten fallen täglich Unmengen an Bioabfällen an. Diese werden bisher oftmals einfach entsorgt. So langsam scheint sich aber die Erkenntnis durchzusetzen, dass es sich in Wahrheit um einen wertvollen Rohstoff handelt. Eine neue Biogasanlage in der englischen Grafschaft Cumbria könnte diesen Punkt zukünftig unterstreichen. Denn diese wird ausschließlich von den Bioabfällen der nahegelegenen Käserei befeuert. Die dabei gewonnene Energie wiederum reicht aus, um ein Viertel des Energiebedarfs der Produktionsanlage zu decken – was jährlichen Einsparungen von drei Millionen Pfund entspricht. Auf diese Weise sollen die Investitionskosten von zehn Millionen Pfund innerhalb weniger Jahre refinanziert werden. Noch dieses Frühjahr soll die Anlage den Betrieb aufnehmen.


Quelle: Business Green
Quelle: Business Green

Der ökologische Fußabdruck der Molkereiprodukte kann reduziert werden

Durchgeführt wurde der Bau der Biogasanlage von der britischen Firma Clearfleau. Anschließend wurde sie für die nächsten zwanzig Jahre an den eigentlichen Betreiber verpachtet. Clearfleau hofft dabei, dass ein erfolgreicher Betrieb der Anlage, weitere Firmen von Investitionen in diese Form der Energiegewinnung überzeugen wird. Langfristig könnten solche Projekte dann helfen, die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion dauerhaft zu steigern und den ökologischen Fußabdruck zu senken. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um Europas erstes Biokraftwerk das ausschließlich mit Abfallprodukten der Milchverarbeitung betrieben werden kann – die Zugabe weiterer Abfälle ist also nicht notwendig.

Auch finanziell soll sich der Betrieb der Anlage lohnen

„Molkereibetreiber können mit ihren Abfällen eine größere Wertschöpfung generieren als durch andere, konventionellere Behandlungs- und Verarbeitungsmethoden“, fasst Craig Chapman, Chef von Clearfleau, die Vorteile einer solchen Anlage zusammen. Die Unternehmen tun also nicht nur etwas Gutes, indem sie Abfälle vermeiden und saubere Energie produzieren – sie machen dabei auch noch finanziell ein gutes Geschäft. Zumindest ist dies der Plan. Die Anlage in Cumbria soll dafür nun den Praxisnachweis liefern und dürfte daher von Molkereien und Käsereien in ganz Europa interessiert beobachtet werden.


Via: Business Green

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