Viele Umweltschützer dürfte diese Nachricht freuen: Der US-Energiekonzern Chevron hat seine Probebohrungen in Rumänien erfolglos beendet. Damit wird auch das letzte Fracking-Projekt des Konzerns auf dem europäischen Kontinent nicht weiterverfolgt. Diie Konzernmanager mussten letztlich eingestehen: Die einst mit großen Hoffnungen gestarteten Aktivitäten haben sich größtenteils als Fehlschlag erwiesen. Grund dafür waren aber keineswegs die Bedenken und Proteste zahlreicher Umweltschützer. Vielmehr hatte der Konzern schlicht die tatsächlichen Vorräte überschätzt und wurde zudem von der Entwicklung des globalen Ölpreises überrascht.


Fracking
Foto: Fracking; Urheber Ostroff Law CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Rumänische Hoffnungen erfüllten sich nicht

Je nach Art der Bohrung ist nämlich ein Preis zwischen 60 und 100 Dollar je Barrel notwendig, damit die Kosten wieder eingespielt werden können. Zuletzt allerdings hatte der Ölpreis deutlich unterhalb dieser Profitschwelle gelegen. Hinzu kommt die hohe Zahl der erfolglosen Probebohrungen. Beinahe jedes dritte potentielle Bohrloch erwies sich im vergangenen Jahr bei genaueren Untersuchungen als nicht förderfähig. So hoffte Rumänien ursprünglich, mit Hilfe der Fracking-Technik, den eigenen Gasbedarf für mehrere Jahrzehnte decken zu können. Tatsächlich aber sieht es momentan so aus, als lasse sich in dem Land überhaupt kein Fracking-Gas profitabel fördern.

Auch in Texas gibt es Probleme

Generell waren die Förderfirmen zuletzt gezwungen sich mit neuen Fracking-Projekten auf Osteuropa zu konzentrieren. Denn die meisten Staaten Westeuropas haben die Fördertechnik entweder mit einem Moratorium versehen oder nur unter strengen Auflagen erlaubt. Nun scheinen sich auch die Hoffnungen in Osteuropa zerschlagen zu haben. Neben Chevron sind auch die Energieriesen Exxon Mobile und Total aus dem Fracking-Geschäft in Europa ausgestiegen. Selbst im Mutterland des Frackings – im US-Bundesstaat Texas – mussten zuletzt zahlreiche potentielle Bohrlöcher aufgegeben werden, weil sich das gewonnene Öl und Gas nicht mehr gewinnbringend verkaufen ließ.


Quelle: RT

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