Wasserkraftwerk in mitten einer Wueste
Wasserkraftwerk in mitten der chilenischen Wueste.

Auf dem ersten Blick scheint eine solche Idee vollkommen absurd: Ein Wasserkraftwerk inmitten einer Wüste zu setzen, doch das südamerikanische Land Chile plant genau dies. Hinter der Idee steckt ein ausgeklügelter Plan um Wasser in die Berge pumpen, und es von da aus in ein Kraftwerk zu lenken. Bei diesem Plan soll Solarkraft eine große Rolle spielen, denn das Wasser aus dem Pazifischen Ozean muss ja irgendwie den Berg hochkommen. Wie sich Chile das neue Wasserkraftwerk genau vorstellt, wie es realisiert werden soll und welche weiteren Vorteile ein solches Vorhaben mitbringt, seht und lest ihr in diesem Beitrag bei uns auf Trends der Zukunft. 


Chile: Riesen-Wasserkraftwerk in der Wüste geplant

Das Unternehmen Valhalla hat die Pläne schon auf dem Tisch liegen und so gut wie abgesegnet. In der Atacama Wüste soll eines der innovativsten Wasserkraftwerke der Welt entstehen, doch ein Problem gibt es dabei. In der Wüste Chile´s gibt es leider kein Wasser. Dieses wollen die Ingenieure mittels Solarkraft auf einen Berg pumpen um es dann herunterfliessen zu lassen. Drei Provinzen sollen von dem neuen Kraftwerk profitieren und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen des Landes radikal mindern. Da es in der Atacama Wüste so gut wie kein Wasser gibt, soll der Pazifische Ozean herhalten und Wasser über Pipelines in Reservoirs in die Bergen gepumpt werden. Solarenergie, von dem Chile zu Genüge hat, soll dabei eigenständig in der Lage sein, die benötigte Energie für die Pumpen zu liefern. Im Anschluss strömt das Wasser den Berg herunter und trifft dabei auf das neue Kraftwerk.

Kraftwerk soll 300 Megawatt Leistung bringen

300 Megawatt Leistung genügen um drei Provinzen den gesamten Tag mit Energie zu versorgen. Die Reservoirs selbst haben ein Fassungsvermögen von über 22.000 Olympischen Schwimmbecken. Mit dem Riesen-Wasserkraftwerk in der Wüste von Atacama sollen auch neue Technologien getestet werden und daraus günstigere Kraftwerke resultieren, die auch in anderen Ländern, die zwar große Küstenregionen haben, es aber im Landesinneren sehr trocken ist, eingesetzt werden können. Der Baubeginn des chilenischen Wüsten-Wasserkraftwerks dürfte schon im nächsten Jahr beginnen. Voraussetzung sind nur noch die Kapitalgeber, die allerdings schon jetzt von der Idee angetan sind und das Projekt aller Voraussicht nach finanzieren und so Chile einen weiteren Schritt zu einer 100%igen Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen führen werden. Kostenschwerpunkt des Wasserkraftwerks in der Wüste liegt bei 400 Millionen US-Dollar.


Video: Der größte Staudamm der Welt

Quelle: Phy.org

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3 Kommentare

  1. Gunny

    14. Dezember 2015 at 07:41

    Wie soll das möglich sein unter Beachtung des Energieerhaltungsgesetzes?

  2. David Kummer

    14. Dezember 2015 at 12:38

    Der Zahlenvergleich mit dem Fassungsvermögen ist Blödsinn. Was interesiert mich wie viele male ich darin Schwimmen kann? Sinnvoller wäre die Angabe wie viele Stunden das Kraftwerk durchweg laufen kann.
    Die Kosten sind sehr gering gehalten, wie wird dies erreicht? Ist auch eine Entsalzungsanlage geplant?

  3. Lars

    15. Dezember 2015 at 02:37

    Hört sich an wie die Idee, welche auf der kleinen Kanaren Insel El Hierro bereits Wirklichkeit geworden ist.
    Dort wird das ganze mit Windrädern realisiert. 5 dieser Windräder reichen aus, die gesamte Insel mit Strom zu versorgen und zusätzlich Wasser zu entsalzen, welches dann in einem größeren höher gelegenen Becken gespeichert wird. Sollte mal zu wenig Wind wehen treibt das Wasser Turbinen an. Dort wurde alles so berechnet, dass komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet werden kann. Was im kleinen funktioniert sollte doch auch im großen klappen.
    Die Menge der benötigen Energie durch Wind und Sonne zu erzeugen ist kein Problem, sondern aktuell das speichern und warum nicht mit Wasserkraft?
    Ich bin auf die Umsetzung gespannt.

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