Wer an China denkt, der denkt automatisch auch an Luftverschmutzung. Der Autor durfte sich im letzten Jahr selber von der Problematik überzeugen: Ein paar Monate in einer chinesischen Großstadt haben spürbare Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Dass auch China zu anderem fähig ist, beweist ein neues Projekt: Ein Hotel mit 250 Zimmern, dessen Fassade komplett bepflanzt ist und so zur Luftverbesserung beitragen soll.


Bild: Stefano Boeri Architetti
Bild: Stefano Boeri Architetti

Hotel mit grüner Fassade

Der Entwurf kommt von dem bekannten Mailänder Architekturbüro Stefano Boeri. Das Hotel soll in der Wanfenglin-Region entstehen und auf den Namen “Vertical Forest Mountain Hotel” hören. Die Fassade des Hotels soll komplett mit Pflanzen bedeckt werden, während die Räume selber in einen Hügel hinein gebaut werden. Das erscheint passend, liegt die Wanfenglin-Region doch in der Provinz Guizhou, was übersetzt “Wald der zehntausend Gipfel” bedeutet.

Stefano Boeri ist kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um bepflanzte Architektur geht. Sein Hochhaus Bosco Vertikale in Mailand erhielt 2014 den internationalen Hochhauspreis erhalten. Außerdem konzipierte er ein grünes Hochhaus in Lausanne in der Schweiz, die Entwürfe sollen 2017 umgesetzt werden.


Die Inneneinrichtung des Vertical Forest Mountain Hotel übernimmt der lokale Künstler Simon Ma. Nicht nur in den 250 Zimmern, auch in der Bar, dem Restaurant, dem Fitnessraum, dem VIP-Bereich und den Konferenzräumen wird man seinen Stil wiederfinden.

Das Hotel ist eines von zwei Projekten, die Boeri im Moment in China verfolgt. Daneben entwirft er noch ein italienisch-chinesisches Designzentrum in der Nähe von Shanghai. Die Region, in der das Hotel gebaut werden soll, war vor zwei Jahren wegen der dichten Bewaldung noch kaum zugänglich und wird nun touristisch erschlossen.

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