Der chinesische Autokonzern BYD hat den Bau der größten Batteriefabrik der Welt angekündigt. Diese wird rund 1,3 Milliarden Euro kosten und in der nordöstlichen Provinz Qinghai entstehen. Damit wird auch den Wünschen der chinesischen Regierung entsprochen. Denn schon seit einiger Zeit versuchen die Behörden des Landes, mehr Industrie in den Osten des Landes zu verlagern – wo der Wirtschaftsboom aufgrund der weit entfernten Häfen deutlich geringer ausgefallen ist. Voll ausgebaut soll das neue Batteriewerk eine Kapazität von 24 Gigawattstunden besitzen. Für alle, die mit diesen Angaben nicht so viel anfangen können, hat der Konzern zudem noch eine konkrete Zahl zur Hand: Jährlich soll die Fabrik 1,2 Millionen SUVs des Konzerns mit den benötigten Akkus versorgen.


Die Batterien sind vor allem für den SUV Tang gedacht. Bild: von Jengtingchen [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], vom Wikimedia Commons

Eine Millionen Quadratmeter sollen bebaut werden

Wie viele Arbeitsplätze im größten Batteriewerk der Welt entstehen werden, ist aber noch nicht genau zu sagen. Denn einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit sollen insgesamt 100 Roboter übernommen. Damit diese ausreichend Platz haben, wird sich die Fabrikhalle über eine Fläche von einer Millionen Quadratmeter erstrecken. Zum Vergleich: Die Gigafactory von Tesla in Nevada kommt aktuell lediglich auf 176.000 Quadratmeter. Allerdings sind dort noch zahlreiche weitere Ausbaustufen geplant – weshalb aktuell auch bereits die ersten Umbaumaßnahmen stattfinden. Später einmal soll die Gigafactory dann eine Kapazität von 35 Gigawatt erreichen und das größte Gebäude der Welt werden. Wie immer bei Tesla und Elon Musk gilt aber: Die Zeitpläne sind eher mit Vorsicht zu genießen.

Auch in Deutschland sollen bald Batteriefabriken entstehen

Die Beispiele von Tesla und BYD zeigen, dass aktuell China und die Vereinigten Staaten bei der Batterieproduktion die Nase vorne haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte daher zuletzt eine europäische Aufholjagd gefordert. Tatsächlich scheinen zumindest in Deutschland die ersten Fabriken zu entstehen. So hat Tesla-Chef Elon Musk angedeutet, eine europäische Gigafactory könnte im Grenzgebiet zu Frankreich entstehen. Der größte Batterieproduzent der Welt – die chinesische Firma CATL – soll Gerüchten zufolge zudem den Bau eines Werks in Thüringen planen. Mit Volkswagen hat sich inzwischen auch ein deutscher Autobauer konkret zu einer eigenen Batterieproduktion bekannt. Der Konzern forscht daher im Bereich der Festkörperakkus und hofft dort auf einen technologischen Durchbruch.


Via: Financial Express

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