Seit die russische Raumstation MIR vor einigen Jahren kontrolliert zum Absturz gebracht wurde, befindet sich nur noch die internationale Raumstation ISS als bemanntes Objekt im Weltall. Zukünftig soll sich dies aber wieder ändern. Denn die chinesische Raumfahrtagentur plant, ab dem Jahr 2022 eine eigene Forschungsstation im Weltall zu betreiben. Die ersten Module sollen dabei bereits im Jahr 2018 in den Weltraum befördert werden. Nun sind einige Power Point Folien an die Öffentlichkeit gelangt, die Details über die Tiangong 3 genannte Raumstation verraten. Vollständig in Betrieb soll die Anlage dabei in der Lage sein, drei chinesische Astronauten für bis zu vierzig Tage zu beherbergen.


Die Kapazität der Raumstation kann auf Wunsch erweitert werden

Kernstück ist dabei ein 22 Tonnen schweres Modul namens Tianhe 1. Dort werden nicht nur die Astronauten leben, sondern es gibt auch Platz für die Lagerung wissenschaftlicher Objekte. Außerdem verfügt dieses Basismodul über insgesamt fünf Andockplätze und einen Roboterarm. Zunächst ist dabei geplant, zwei weitere Module in den Weltraum zu bringen, in denen dann ebenfalls Forschungsarbeit erledigt werden kann. Theoretisch ist es dabei aber auch möglich, zwei Basismodule miteinander zu verbinden und so die Kapazität der Raumstation zu erhöhen. Zunächst allerdings benötigen die chinesischen Forscher eine Rakete, die in der Lage ist, die tonnenschweren Komponenten ins Weltall zu bringen. Eine solche wurde auch bereits entwickelt, trägt den Namen Long March 5 und soll noch in diesem Jahr erstmals getestet werden.


China hat ambitionierte Pläne für die Erforschung des Weltraums

China hat zudem in der Weltraumforschung noch weitere ambitionierte Ziele. So soll neben der Raumstation auch ein Weltraumteleskop namens Xuntian ins All gebracht werden. Dieses soll in etwa die Lesitungsfähigkeit des Hubble-Teleskops besitzen, aber ein deutlich größeres Sichtfeld abdecken. Zu den weiteren Zielen der chinesischen Raumfahrtagentur gehört es, in den 2030er Jahren einen Astronauten auf den Mond zu bringen sowie einen eigenen Marsrover zu entwickeln und zum Einsatz zu bringen. Die Raumstation ist also nur der Anfang einer chinesischen Offensive in der Weltraumforschung.

Via: Popsci

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