TAN Generator für das chipTAN System
TAN Generator für das chipTAN System

Schon seit Langem arbeiten die Banken an verschiedenen Systemen, die das online Banking sicherer machen sollen. Ein System, das beim online Banking vor Betrügern schützen soll, ist das chipTAN System, bei dem ein externes Gerät als Sicherheit dienen soll. Bei diesem Gerät handelt es sich um eine Art Kartenleser der genutzt wird um eine TAN (Transaktionsnummer) zu generieren. Das chipTAN Verfahren, soll das online Banking, das schon vor 30 Jahren in Deutschland eingeführt wurde, sicherer machen. Die bislang genutzten PIN und Tan Listen, werden wohl in der Mitte des nächsten Jahres abgeschafft werden, teilte Jürgen Ebert, Sprecher der Deutschen Postbank mit. Allein im Jahr 2009 hat die Polizei in Deutschland rund 2.900 Fälle von Phishing verzeichnet, bei denen versucht wurde, Transaktionsnummern zu stehlen. Für das Jahr 2010 wird eine doppelt so hohe Zahl angenommen. Aktuell werden auch neue Verfahren entwickelt, die Geldscheine fälschungssicher machen sollen. Bei einem der Verfahren, will man TFT Transistoren auf die Geldscheine drucken. Auch ein weiteres System für online Banking ist im Gespräch, bei dem die Transaktionsnummern per SMS an die Nutzer des online Bankings übermittelt werden sollen.


SMS TAN Verfahren ist nur zweite Wahl

Schnell tauchten bei den Smartphone Besitzern jedoch erste Malware Programme auf, die dazu gedacht waren die Transaktionsnummer auszuspionieren. Daher wird diese Methode auch nur dann als sicher bezeichnet, wenn das Handy keinen Zugang zum Internet hat. Daher scheint das System, bei dem der sogenannte TAN-Generator zum Einsatz kommt, wohl in Zukunft zum Einsatz zu kommen. Der TAN Generator erhielt auch von deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gute Noten. Die Kosten für einen TAN-Generator betragen in etwa 15,– Euro. Sind aber abhängig vom jeweiligen anbietenden Kreditinstitut. Angesichts der gebotenen Sicherheit beim online Banking sind diese Kosten als akzeptabel zu bezeichnen. Statt dem Zahlen mit Kreditkarte, setzt man Beispielsweise in der Entwicklungsarbeit auf die Near-Field Communication um hier mehr Sicherheit gewährleisten zu können.


TAN Generatoren scheinen die Wahl für die Zukunft zu sein

Der Sprecher des BSI, Tim Griese äußerte sich dahin gehend, dass Hardware basierte Lösungen für die Zukunft am besten geeignet sein, da die kryptografischen Schlüssel sicher auf einem externen Gerät untergebracht sind. Bei dem sogenannten TAN-Generator werden mit fünf Lichtsensoren Signale vom Bildschirm aufgenommen und dann im Tan-Generator verarbeitet. Anschließend werden die Daten wie Konto Nummer des Empfängers und der Betrag angezeigt, die vom Nutzer bestätigt werden müssen. Nach Bestätigung wird eine für diesen Vorgang gültige Transaktionsnummer ausgegeben, die nun den Vorgang autorisiert. Dieses Prinzip könnte in Zukunft die bisherige PIN und TAN ablösen. Vielleicht verbirgt sich in den neuen Generationen der RFID Chips auch ein Lösungsansatz für die Zukunft des online Bankings.

Bild: Sparkasse

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4 Kommentare

  1. Chris

    27. Dezember 2010 at 16:22

    Ich weiß nicht was dieser Quatsch mit den Tan´s überhaupt soll??? Ich nutze schon seit mindestens 8 Jahren meine Chipkarte zum Onlinebanking in Verbindung mit einem Kartenleser.

  2. Max

    28. Dezember 2010 at 14:55

    Die Kosten für einen TAN-Generator betragen in etwa 15,– Euro. 15 * 1000000 Kunden sind 15 Mio Ausgaben für das Bankinstitut bei einem ~ Schaden von 1000000 für Phishing. Die Banken werden das wohl nicht so schnell einführten. Denn die Kunden wollen imho auch nicht immer so ein Ding mit sich herumtragen. Da ist MTan schon günstiger und besser. Eine 100%ige Fraud-Sicherheit bekommt man auch mit TAN Generator nicht.

    @Chris: was machst du wenn du eine Überweisung von einem Internet Terminal machen möchtest. Hast du deinen Kartenleser immer mit oder bist du immer nur zuhause.

  3. Chris

    28. Dezember 2010 at 21:53

    Von einem Terminal mache ich keine Überweisungen und wenn ich verreise nehme ich den Kartenleser sowie Software auf dem USB-Stick mit. Der Kartenleser ist nur halb so groß wie eine Chipkarte und findet überall Platz.
    Wer geschäftlich unterwegs ist hat sicher immer ein Netbook oder ähnliches dabei da sollte das auch kein Problem darstellen.

    Woher die Annahme das die Bank die Geräte bezahlt?

    Mit Trends der Zukunft hat das jedenfalls nicht´s zu tun da das Chip-Tan-Verfahren schon seit Jahren eingesetzt wird und es seit 2009 auch schon umgangen wurde.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/chipTAN-Verfahren-der-Sparkassen-ausgetrickst-866115.html

  4. Max

    3. Januar 2011 at 18:49

    „Woher die Annahme das die Bank die Geräte bezahlt?“

    Weil die Kunden nicht dafür bezahlen werden wollen. Ich bin mit TAN bzw. MTAN durchaus zufrieden und habe 1. keine Lust so ein Ding immer mit mir herumzuschleppen und 2. will ich auch keinen Eur extra dafür ausgeben das ich das Risiko der Bank minimiere. Fraudkosten gehen zu 99% zulasten der Bank, also warum soll ich als Kunde dafür bezahlen?

    Ich glaube eher das DisplayCards wie sie vom Mastercard vorgestellt wurden den TAN ersetzen können, aber bei aktuell noch 15 eur an Produktionskosten für eine Display Card werden die Issuer wohl noch eine Weile warten bis sie das für die breite Masse anbieten

    http://www.slashgear.com/mastercard-trialling-smart-credit-cards-with-display-keypads-1089351/

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