Es war ein großes Medien-Event und auch die Politik war prominent vertreten: Airbus hat in Ingolstadt ein Flugtaxi präsentiert, das später einmal bis zu vier Personen transportieren soll. Wie weit der Weg bis dahin allerdings noch ist, zeigte sich im Vorfeld der Veranstaltung. Denn die Drohne wurde mit dem Lastwagen in die Innenstadt transportiert. Der Grund dafür ist simpel: Bisher ist sie noch nie geflogen. Vielmehr laufen seit Beginn des Jahres erst die Bodentests. Der Jungfernflug ist im Frühjahr geplant. Andere Firmen sind da schon deutlich weiter. Boeing beispielsweise hat sein Flugtaxi bereits fliegen lassen. Noch früher dran waren die Startups Lilium Aviation und Volocopter.


Ganz so weit ist Airbus mit der Entwicklung des CityAirbus noch nicht. Bild: Airbus

Die Nutzung soll für alle erschwinglich sein

Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf den CityAirbus zu werfen. Dieser wird von acht Rotoren in der Luft gehalten und ist aus technologischer Sicht in der Lage, festgelegte Ziele autonom anzufliegen. Um Vertrauen zu schaffen, soll zu Beginn allerdings noch stets ein sogenannter Operator mitfliegen. Angetrieben wird die Drohne von einem Elektromotor, den Siemens entwickelt hat und in das Gemeinschaftsprojekt einbringt. Insgesamt geht Airbus davon aus, dass Bau und Betrieb deutlich günstiger sein werden als bei einem klassischen Helikopter. Das Ziel der Ingenieure ist es, die Preise vergleichbar zu halten mit den heute üblichen Taxipreisen. Ob dies gelingen wird, lässt sich bisher aber noch nicht seriös abschätzen.

Die Politik will für die rechtlichen Rahmenbedingungen sorgen

Aktuell sehen die Planungen vor, dass die ersten kommerziellen Flüge im Jahr 2025 stattfinden sollen. Zum Vergleich: Volocopter hat ähnliches bereits für das Jahr 2021 angekündigt. Hilfe kommt zudem von der Politik. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kündigte an, schon bald die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine mögliche Einsatzstrecke hat er auch schon im Sinn: Der CityAirbus könnte die Anbindung des Münchener Flughafens an die Innenstadt der bayerischen Landeshauptstadt deutlich verbessern. Die ersten Testflüge werden aber nicht ohne Grund zunächst noch in Ingolstadt stattfinden. Dort befindet sich nicht nur das Airbus-Helikotperwerk Donauwörth in der Nähe, sondern es handelt sich auch um eine von 15 Städten innerhalb der Europäischen Union, die als Testfeld für Flugtaxis ausgewählt wurden.


Via: Deutschland.de

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