Die Kosten zur Erzeugung von Solarenergie sind in den letzten Jahren massiv gesunken. In immer mehr Ländern erhöht sich daher der Anteil des sauberen Sonnenstroms am gesamten Strommix. Für die Netzbetreiber bringt dies allerdings auch Probleme mit sich. Denn die Stromproduktion der Solaranlagen ist extrem wechselhaft und schwer zu prognostizieren. Um Überlastungen oder Stromausfälle zu vermeiden, ist daher ein aktives Netzmanagement erforderlich. Diese Arbeit soll nun aber durch eine neue Technologie aus Australien erleichtert werden. Denn die sogenannte CloudCAM beobachtet den Himmel und erkennt so bereits frühzeitig vor die Sonne ziehende Wolken. Auf diese Weise lässt sich die erwartete Stromproduktion für die jeweils nächsten fünfzehn Minuten genau bestimmen.


Die Technologie soll die Kosten der Solarstromproduktion weiter senken

Zum Einsatz kommt die Technik aktuell auf einer Solaranlage am Rande des australischen Flughafens Karratha. Diese produziert rein rechnerisch rund ein Drittel des zum Betrieb des Flughafens benötigten Stroms. Durch den Einsatz der Prognosetechnik sollen nun die Kosten für die Nutzung der Solarenergie deutlich sinken – was wiederum dazu beitragen könnte, zukünftig weitere Anlagen in Betrieb zu nehmen. Unterstützt wird das Projekt durch die „Australian Renewable Energy Agency (Arena)“. Diese stellte nicht nur 2,3 Millionen Dollar für den Bau der Solaranlagen zur Verfügung, sondern finanzierte auch rund die Hälfte der 1,1 Millionen teuren Kameratechnologie. Entwickelt wurde die CloudCAM dabei von der Firma Fulcrum3D.


Die gewonnenen Daten werden der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt

„Die Wolkenvorhersage macht die Solarenergie günstiger und verlässlicher und reduziert gleichzeitig den Bedarf an Batterien. Dies ist es, was das Projekt so aufregend macht“, erläutert der Vorstandsvorsitzende von Arena, Ivor Frischknecht, die Vorteile der neuen Technologie. Er betont aber auch, dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt und es sich um einen der ersten kommerziellen Einsätze überhaupt handelt. Die dabei gewonnenen Daten werden zudem der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, um die Funktionsfähigkeit der Wolkenprognose zu beweisen. Langfristig soll die Technik dann in Australien flächendeckend zum Einsatz kommen.

Via: The Guardian

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