Die CO2-Abgabe ist bereits seit einiger Zeit im Gespräch, nun lassen Pressemeldungen darauf schließen, dass die große Koalition sich einer Einigung nähert. Um das Klimagas in der Luft zu reduzieren, sollen fossile Energien wie Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas bald schon deutlich mehr kosten. Ein genauer Wert ist noch nicht anvisiert, doch wahrscheinlich wird es für den Verbraucher recht schmerzhaft.


Von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Hedavid als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben), CC BY-SA 3.0, Link

Regierung möchte den Bürgern das Geld gezielt zurückgeben

Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass »eine CO2-Bepreisung in irgendeiner Form wohl kommen« wird, berichtet die FAZ Sonntagszeitung. Spekulationen über die Höhe stehen noch offen im Raum. Beispielsweise wäre es denkbar, eine Tonne CO2-Ausstoß mit 50 Euro zu belegen, dann fielen 13 Cents mehr pro Liter Heizöl und Diesel, 12 Cents mehr pro Liter Benzin und 1 Cent mehr pro Liter Erdgas an. Union und SPD möchten allerdings den Bürgern dieses Geld auf andere Weise wieder zurückgeben, das ließen zumindest Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Umweltministerin Svenja Schulze verlauten. Denkbar wären eine deutlich finanzielle Entlastung im Bereich grüner Strom sowie ein nicht konkret benannter »sozialer Ausgleich«.

Der soziale Ausgleich ist ein wichtiges Thema

Der soziale Ausgleich ist sicher ein Thema, das viele interessiert. Denn zahlreiche Menschen leben jetzt schon am finanziellen Limit, können nicht ad hoc auf ein Elektro-Auto umsteigen, benötigen ihr Fahrzeug aber dringend für Arbeit und Alltag. Ein vorsichtiges Vorgehen wäre in diesem Fall sicher vonnöten, um im Bereich Mobilität keine krasse Zwei-Klassen-Gesellschaft zu schaffen. Ob die Politik aber dieses Versprechen einhält, bleibt anzuwarten, schließlich ist frisches Geld in der Kasse immer ganz gern gesehen.


Breite Zustimmung bei Parteien und Industrie

Die CO2-Abgabe trifft laut Zeitungsberichten auf breite Zustimmung, nicht nur bei den Parteien, sondern auch bei der Industrie. Doch wie steht ihr als betroffene Bürger dazu: Würdet ihr persönlich mehr für den Sprit und euer Heizöl bezahlen und dann so schnell wie möglich auf Alternativen umsatteln, um die Umwelt zu schonen? Oder haltet ihr das Ganze womöglich für eine sinnlose neue Steuer, die dem Klima nichts bringt und nur die Mobilität erschwert? Auch Meinungen dazwischen sind natürlich möglich. Wir sind gespannt auf eure Diskussion!

Quelle: t-online.de

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15 Kommentare

  1. Joachim Griener

    28. April 2019 at 19:21

    Kein Kilometer wird weniger gefahren bei 12cent mehr für Sprit ! Sie wollen alle nur dein bestes …
    Von wegen sie geben dir dein Geld auf andere Weise wieder ! Die Politik ist und bleibt wie sie immer war – eine verlogene Gesellschaft!

  2. Paulsen

    28. April 2019 at 19:51

    Wir haben schon lange einen Ökostromtarif, seit diesem Jahr eine Solarzelle auf dem Dach und eine Elektroauto. Das Leben ist so viel besser, ohne an stinkigen Tankstellen herumzuhängen, mit der genialen Elektroautobeschleunigung und dem kostenlosen Tanken. Uns würde diese Steuer eher freuen als erschrecken und der Umstieg war nicht mal sehr teuer. Schafft aber viel Unabhängigkeit 🙂

  3. tuxpingu

    28. April 2019 at 20:36

    Ich muss jeden Tag 66 Kilometer pendeln und selbstverständlich würde ich gerne 12 ct mehr dafür bezahlen, denn es dient der Allgemeinheit. CO2 kann gar nicht teuer genug sein. Je mehr Menschen auf E-Autos umsteigen, desto mehr fallen auch die Preise. Diese Marktregulierung ist notwendig.

  4. dkallend

    28. April 2019 at 23:02

    Das weniger gefahren wird, hat man im letzten Jahr gesehen, als die Spritpreise hoch gegangen waren. Eine CO2 Steuer halte ich für einen wichtigen Beitrag, um ein Umsteuern zu weniger CO2-Emmision zu erreichen. Ich hoffe nur, dass diese Steuereinnahmen auch wirklich komplett Menschen mit niedrigeren Einkommen zu gute kommen (z.B. durch den Wegfall von Stromsteuern oder der EEG-Umlage), denn alles andere wäre in meine Augen ein Betrug und einfach nur eine Steuererhöhung, die den „Kleinen“ am meisten weh tut.

  5. Björn

    29. April 2019 at 06:30

    Klar, wir lassen alle die Autos stehen, hören auf zu tanken.
    Und dann????

    Wirtschaft, Politik, Deutschland A.D.

  6. Robin

    29. April 2019 at 09:49

    Wär schon praktisch. Man könnte im Gegenzug Pendlerpauschale raufsetzen und die EEG-Umlage abbauen. Hätte vielfache Vorteile:
    – ich spare zuhause, wenn ich grünen Strom verwende
    – ich spare doppelt, wenn ich ein eAuto fahre und mit grünem Strom betanke
    – es wird erstmal nur der Freizeit-Autospaß teurer
    – Fahrgemeinschaften werden lohnenswerter
    – ÖPNV wird im Vergleich günstiger

  7. Jan Petters

    29. April 2019 at 18:58

    Wir haben schon viel umgestellt, also Heizung, Isolation und Verkehr. Uns trifft es fast überhaupt nicht.

  8. stefan v

    29. April 2019 at 19:31

    den scheiss kann sich kein normalveridener leisten und e Autos sind noch weit dreckiger als jeder Diesel. Und die Sache mit dem Co2 ist ohnehin die größte abzocklüge das beruht auf Fakten und Wissenschaft. Die Regierung soll die Autoindustrie Subventionieren und fördern das Brennstoffzellen und flusszellenbrechnik weiterentwickelt wird und bezahlbar für jeder mann danach wenn diese antriebe und Fahrzeuge bezahlbar sind für gering Verdiener würde auch ich eine abgäbe zahlen alles andere ist Volksverblödung und abzocke

  9. Sepp

    29. April 2019 at 19:34

    Egal, ob es uns gefällt oder nicht – dringend notwendig und schon fast zu spät!

  10. Heimo

    29. April 2019 at 20:55

    Find ich sinnlos. Ich fahr weiterhin sparsame V8 US_Cars, denn das ist mein Hobby und sind die einzig robusten Alltagsfahrzeuge.

  11. Konstantin

    30. April 2019 at 09:30

    Ich finde es immer gut Umwelt zu schonen.

    Aber ich denke dies kommt meistens einen zu Gute.
    Politiker und noch mehr Ihre „Berater“.

    Ein Politiker hat keine Ahnung von allen Dingen.
    Er ist nur Repräsentant einer Sache und vielleicht bewandert in vielem, dennoch scharren sich dieses „Berater“ um Sie herum wie die Schaben und flüstern Ihnen so „interessante“ Vorschläge ins Ohr…

    Tante Elsa im 3 Stock wird wohl kaum sich eine Solaranlage leisten können.
    Aber Ihre Ölheizung wird immer teurer!

    Viele arme Menschen müssen bereits im Winter ein Paar Socken mehr anziehen um über die Runden zu kommen.
    Es trifft wie so oft immer die Armen.

    Und der Witz an dieser Geschichte ist die Besteuerung und gesteuerten Marktwerkschaft. Sie zerstört ökonomischen Ausgleich und Wettbewerb.

    Ich bin bin für E-Autos, weil die einfach am Ende viel günstiger sind.
    Der ganze Diskussion was jetzt besser ist, ist unnötige Herumdokerei… Alle Technologien sind umweltverbrauchend- /verschmutzend.

    Was viele hier nicht wissen ist, das ökonomische Technologien meistens die ökologischen sind!

    Viel Spaß beim erpichten gegen-argumentieren 😀

  12. Martin

    30. April 2019 at 10:08

    CO2-Steuer…?
    Hört sich gut an, aber entscheidend ist das WIE!

    Der Verkehr
    zu See (Schweröl-„Kreuzfahrt>“-Abenteuer-Reisen, dumme Touristik, Steuerfreies Flugbenzin…)
    zu Land (mit dem PKW, SUV, mit Betrügersoftware-zur Reinerhaltung des Gewissens…)#

    könnte man viel Unsinn nicht etwas teurer machen?

    Warum je nach Autotyp und tatsächlichem Verbrauch eine C=2-Steuer statt Kfz-Steuer
    Warum keine Investition in eBikes und Pedilacs, Belohnung von Radfahrern…

    Konsequenter und rascher Ausbau alternativer Energien mit Trassenverlegung.

    Stopp mit unsinniger Plastikverpackung und Vermüllung unseres Grund- u Meereswassers, unserer Nahrungskette
    darin steckt Energie und CO2 (u.a.m.)

    Deutliche Besteuerung von Massentierhaltungsfleisch, Verwertung der Gülle statt Grundwasserverseuchung.

    Für alle Verschmutzung müsste gezahlt werden ( tun wir schon scheibchenweise mit unserer Gesundheit…)

  13. Andro Wegner

    1. Mai 2019 at 20:07

    Das CO2-Steuer funktioniert, haben andere Länder vorgemacht. Ich meine jetzt nicht Frankreich ;l. Dort wurden dann andere Abgaben verringert und arme Bürger entlastet.

    Die einzige Sorge, die ich habe, ist, dass wir es nicht schaffen, das sinnvoll umzusetzen.

  14. Ingo

    2. Mai 2019 at 08:09

    CO2 Steuer ist bestimmt eine nützliche Sache und ich habe trotzdem die starke Vermutung, dass mal wieder der Endverbraucher, derjenige ist, der die Zeche für die Gewinnsucht der oberen 10.000 zahlt. Der Kleine soll eine Steuer zahlen und die Industrie schert sich nicht darum, was sie in die Luft bläst, der Kleine zahlt ja dafür. Zudem meldet sich bei mir eine leise Stimme, die fragt: „Wollte die Regierung nicht gewisse Steuern schon seit Jahren abschaffen, statt immer neue zu erfinden?“

  15. Urmel

    5. Mai 2019 at 18:31

    Schon wieder eine neue SCHWACHSINNSABGABE/STEUER ! Damit wird das Klima genau so wenig geschützt wie durch die jetzt schon zu hohen Öko Steuern !
    Rausgeschmissenes Geld – was eh nur von Politikern sinnlos verprasst wird (unter anderem für das vergolden einer Hauswand in Hamburg – ein Herr Olaf Scholz ex Hamburger OB , jetzt Finanzminister hat es verbockt !) .Prunk und Protz Projekte ,Brücken ohne Sinn – für solch Dinge ist Geld vorhanden – aber wehe es muss der öffentliche Nahverkehr sinnvoll Ausgebaut werden – das Funktioniert noch nicht mal ber Kreisgrenzen gschweige denn über Ländergrenzen hinweg! Ich kenne Wege 10 – 17 Kilometer lang , da dauert eine einzige Fahrt mit den Öffentlichen 2-3 Stunden Wochentags , in Ferienzeiten oder an Wochenenden noch länger – da ist heutzutage im 21 Jahrhundert immer noch Postkutschenzeitalter – ohne Aussicht auf besserung ! Dann will man die Bürger annimieren doch auf Alternativen umzusteigen ? Koste es was es wollte – Lasst doch die Damen und Herren Umweltschutzpolitiker und Wirtschaftsminister auf das Fahrrad umsteigen ,auf das sie Gesünder Leben – schließlich Arbeiten diese in genug „Nebenbei“ Jobs haben also genügend Zeit auch mal was für ihre Fitness zu tun.
    Mister Diktator Erdogan wird weiter mit Millionen aus der Staatskasse Illegal „gefüttert“ Für halb Afrika sind Jahr für Jahr Hunderte von Millionen Steuergelder über – was könnte man von diesen „Überschüssen“ der Umwelt nicht gutes tun?
    Soll doch klein Lieschen die 30, 40 …50 Jahre für Lau gearbeitet hat (!) verhungern und Erfrieren … ist gut zum Klimaschutz, weil Strom/Energie und Lebensmittel durch diese Umweltschutzabgabe noch teuer werden .
    Zum „Arbeiten“ kommen dann „Fachkräfte“ aus aller Herren Ländern Eingeladen von unseren Politikern und …gepämpert bis zum es geht nicht mehr !

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