Die Produktion von Cocktails hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht wesentlich verändert. Es ist anzunehmen, dass Ernest Hemingways Mojitos nicht groß anders gemixt wurden, als dies auch heute noch üblich ist. Dies aber könnte sich bald ändern. Der Cocktail-Automat „Monsieur“ soll nicht nur in der Lage sein Cocktails automatisch zu mischen, sondern auch den Überblick über die Rechnung behalten und erkennen, wann du genug getrunken hast. Bisher existieren allerdings nur Prototypen dieser Zaubermaschine. Um die Serienproduktion zu starten, hat das Team hinter dem Roboter nun zwei Millionen Dollar Kapital eingesammelt.


Drei NBA-Standorte setzen auf den „Monsieur“

Erste Interessenten gibt es auch bereits. So gab Mitgründer Barry Givens bekannt, dass in mindestens drei Arenen der US-Amerikanischen Profibasketballliga NBA der Cocktail-Automat zum Einsatz kommen werde. Geholfen haben dürfte dabei auch, dass einer der Investoren gute Kontakte zur Basketballszene besitzt: Glen Davis steht momentan als Center bei den Los Angeles Clippers unter Vertrag. Ebenfalls zu den Investoren gehört NFL-Star Derrick Morgan von den Tennessee Titans. Auch dort dürften sich auf lange Sicht also Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben. Neben Sportarenen sollen vor allem auch Restaurants und Hotelketten als Kunden gewonnen werden.


Die Bedienung des „Monsieur“ erfolgt über ein integriertes Tablet. Theoretisch beherrscht der Roboter so mehr als zweihundert verschiedene Cocktails – die Auswahl im Einzelfall wird allerdings eingeschränkt durch die im Vorfeld eingefüllten Zutaten. Im Normalbetrieb hat der Kunde daher die Auswahl zwischen knapp 30 Mixgetränken. Die Cocktails werden dabei komplett fertig gemixt, der Gast muss lediglich mit einem Strohhalm noch einmal umrühren und kann dann den vollen Geschmack genießen. Bisher kamen einige der Prototypen in Bars und Restaurants in Atlanta zum Einsatz. Die Ergebnisse dieser Probeläufe waren offensichtlich so ermutigend, dass nun die landesweite Einführung des Geräts folgen soll.

Cocktail-Automat arbeitet schnell und zuverlässig

Profitieren von der Neuentwicklung sollen dabei sowohl die Kunden, als auch die Bar- und Restaurantbesitzer. Gäste sollen zukünftig nicht mehr übermäßig lange auf ihre Cocktails warten müssen – denn der Automat mixt deutlich schneller als der menschliche Barmann. Dies wiederum soll die Verkaufszahlen der Cocktails in die Höhe treiben. Auch in Sportarenen, wo die Nachfrage nach Drinks zu bestimmten Zeiten – etwa zur Halbzeit oder in Auszeiten – schlagartig zunimmt, soll der Cocktail-Automat helfen diese Nachfragespitzen zu bewältigen. In welchen NBA-Arenen man zukünftig einen roboterproduzierten Cocktail schlürfen kann, wurde noch nicht bekannt gegeben. Insgesamt sollen aber mehr 110.000 Zuschauer von der Möglichkeit Gebrauch machen können. Die neue NBA-Saison beginnt bereits am 28. Oktober. Spätestens dann wissen wir auch mehr über die genauen Einsatzorte.

Quelle: TechChrunch

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