Der Ivanpah Solarpark ist normalerweise ein beeindruckendes Projekt. Auf mehr als sieben Quadrartkilometern befinden sich insgesamt 350.000 computergesteuerte Spiegel – jeweils in der Größe eines Garagentors. Diese bündeln dabei die Sonnenstrahlen und konzentrieren diese auf drei 350 Meter hohe Türme. Dort wird die auf diese Weise gesammelte Hitze dann genutzt, um Wasser zu erhitzen und so Energie zu erzeugen. In den letzten zwei Jahren funktionierte die Technik dabei einwandfrei und die Anlage produzierte sauberen Strom für 130.000 kalifornische Haushalte. Nun aber kam es zu einem folgenschweren Fehler: Ein Teil der Spiegel erhielt fehlerhafte Anweisungen und richtete die gebündelte Hitze auf die falsche Stelle. Das Ergebnis: Ein Feuer brach aus.


Das Feuer konnte innerhalb von zwanzig Minuten gelöscht werden

Denn durch die Hitze entzündeten sich elektrische Kabel in einem der Türme und setzten ihre Umgebung in Brand. So mussten die Mitarbeiter der Anlage ausrücken, um das Feuer in einer Höhe von rund neunzig Metern zu bekämpfen. Dies gelang ihnen dann allerdings vergleichsweise schnell. Innerhalb von zwanzig Minuten und noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden. Das Feuer verursachte allerdings erhebliche Schäden, so dass der Turm zunächst nicht wieder in Betrieb genommen werden konnte. Wie viel Zeit die Reparatur in Anspruch nehmen wird, ist bisher noch nicht bekannt.


Die Betreiber suchen fieberhaft nach der Fehlerquelle

Da ein weiterer Turm der Anlage allerdings momentan aufgrund regulärer Wartungsarbeiten ebenfalls außer Betrieb ist, operiert die insgesamt 2,2 Milliarden Dollar teure Anlage derzeit nur mit einem Drittel ihrer eigentlichen Kapazität. Inwiefern dies Auswirkungen auf die Stromversorgung in Kalifornien hat, bleibt aber noch abzuwarten. Die Investoren der Anlage – darunter auch der IT-Konzern Google – dürften über den Brand allerdings alles andere als erfreut sein – immerhin entgehen ihnen so Einnahmen. Die Betreiber suchen daher fieberhaft nach der Ursache der Computerpanne, um solche Probleme zukünftig ausschließen zu können. Die Ergebnisse dieser Suche dürften dabei auch für die Betreiber des Noor-Solarkraftwerks in der Wüste Marokkos von Interesse sein. Dort soll bis zum Jahr 2020 der größte Solarpark der Welt entstehen – mit ganz ähnlicher Technik wie im Ivanpah Solarpark.

Via: Popsci

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Christoph

    23. Mai 2016 at 10:43

    Aber es ist weit sicherere Energie als aus der Atomkraft. Man wird den Fehler finden und es kostet halt einiges an Geld. Aber es ist nicht so schädlich wie so manch brennendes AKW. Und ein Waldbrand ist sicher schädlicher für die Umwelt als das. Und Waldbrände gab es schon vor den Menschen. Das ganze hält sich in einem sehr überschaubaren Rahmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.