Drei Stunden vor der Ankunft im RAMADA Hotel Hamburg City Center haben wir uns die conichi App auf das iPhone und Android Smartphone geladen und gespannt die Profile ausgefüllt. Die App ist einfach in der Handhabung und selbsterklärend. Nur wenige Klicks und jeweils ein Selfie später, war conichi auf unsere persönlichen Vorlieben getrimmt und die Informationen, samt Pre-Check-in, wurden übersandt. Nun stieg die Spannung auf das, was uns das Hotel der Zukunft wohl Neues bringen wird.


conichi-app-waldmann-1
Maximilian Waldmann (CEO conichi) und Lisa Katharina Grobien (Head of Marketing von conichi) zeigen die conichi-Features

Conichi ermöglicht digitale Türöffnung und Ein- und Auschecken per Smartphone

Im neuen RAMADA City Hotel  Hamburg angekommen, wurden wir an der Rezeption mit Namen begrüßt und freundlich in die Sphären des Smarthotels eingewiesen. Eine Unterschrift auf dem Meldeschein später, ging es dann auch schon Richtung Hotelzimmer. Auf dem Weg zum Zimmer wurde uns der digitale Zimmerschlüssel zugeschickt. Mit dem Blick in die conichi App offenbarte sich dieser auch entsprechend. Wir erreichten unser Zimmer und betätigten den Schlüssel in der App. Zeitgleich tauschten das Türschloss und das Smartphone die entsprechenden Informationen über Bluetooth aus und die Tür öffnete sich. Simsalabim! Das Hotelzimmer befand sich in Fahrstuhlnähe, glänzte mit einem Ausblick über Hamburg und war in einem ruhigeren Flügel gelegen. Genau die Präferenzen, die wir noch einige Stundne zuvor auf dem Weg zum Hotel angaben. Statt einer Key-Card, bekam wir lediglich eine Karte für den Stromkreis mit. Als Zimmerschlüssel fungierten unsere Smartphones. Die Öffnung der Tür funktionierte problemlos.

Pre-Check-in-Galerie


 

Ablauf im Überblick

  • Conichi App Download (gratis) iOS, Android
  • Einmaliges Einrichten (Setup) mit persönlichen Vorlieben und für Anfertigung des Meldescheins
  • Übermittlung der Daten an das Hotel (Pre-check-in)
  • Betreten des Hotels und Erkennung durch den im Eingang befindlichen Beacon (Infos und Bild (freiwillig) werden an der Rezeption angezeigt)
  • Checkin: Begrüßung, unterschreiben des Meldescheins (bisher noch gesetzlich vorgeschrieben)
  • Karte für Strom (bisher noch) und Übersendung des digitalen Schlüssels
  • Öffnung der Zimmertür über Bluetooth mittels Smartphone
  • Check-out per conichi App (Zahlungen per Rechnung von Zimmer und ggf. Minibar (geschäftlich und privat auch trennbar)

Galerie zum conichi Test

Fazit conichi Test und Premiere

Das conichi-Erlebnis lässt sich mit wenigen Worten ziemlich gut beschreiben. Es ist einfach, schnell und persönlich. Als Gast fühlt man sich mehr verstanden und bekommt über die conichi App eine nette Erweiterung der Smartphone-Funktion. Das Smartphone avanciert zum Hotelschlüssel und wird zum Bindeglied zwischen den Hotelmitarbeitern und den Gästen. Per einfachem Informationsaustausch können die Mitarbeiter der Rezeption jedoch icht nur den digitalen Zimmerschlüssel versenden, sondern auch über kurzfristig frei gewordene Massageslots informieren oder den bevorstehenden neuen Sauna-Aufguss ankündigen. Das funktioniert via Pushbenachrichtigung und auch außerhalb der Beacon-Reichweite.

conichi-beacon-1
Conichi Beacon am Eingang des RAMADA City Hotels Hamburg

Der Gast muss nicht ständig in Beacon-Reichweite verharren

Technisch wird das wie folgt gelöst. Der Nutzer muss lediglich einmal von dem Beacon „abgeholt“ werden. Nach dem Informationsaustausch ist die Verbindung hergestellt. Im Hotel funktioniert das Ganze über Bluetooth Low Energy (LE), außerhalb der 30 Meter Reichweite wird über das Mobilfunknetz kommuniziert. Obwohl conichi eine digitale Lösung bietet, fühlt man sich als Gast nicht anonym und ist in der Folge auch nicht auf sich allein gestellt. Vielmehr verbindet die App und ermöglicht gezielter die eigenen Wünsche zu äußern und steigert letztlich auch das Gästeerlebnis. Der Check-in findet ohne langes Warten statt, Warteschlangen vor der Rezeption gehören damit der Vergangenheit an. Für die Mitarbeiter an der Rezeption bleibt nun auch mehr Zeit für persönliche Begrüßungen und einleitende Worte sowie für direkten Blickkontakt. Die Öffnung der Zimmertüren mittels Smartphone ist ein nettes Feature, das erstmals im RAMADA City Hotel Hamburg getestet werden konnte. Der Pre-Check-In, samt Erkennung, ist schon länger in den unterstützten Smarthotels möglich. Spannend ist zuletzt jedoch auch der Check-out, der bequem unterwegs stattfinden kann. Gezahlt wird per Rechnung. Das spart ebenfalls Zeit und ist sehr praktisch. Auch ausstehende Rechnungen -etwa von der Minibar- können im Nachgang per Rechnung beglichen werden. Praktisch ist in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit privat und geschäftlich abrechnen zu können. Das funktioniert auch innerhalb einer Rechnung ziemlich gut.

Conichi dürfte vor allem Geschäftsreisenden, die viel in Hotels übernachten und oftmals wechseln, einen deutlichen Mehrwert bringen. Einmal angelegt, kann das Profil für alle unterstützten Smarthotels genutzt werden. Das ist eine tolle Erleichterung und beschleunigt den Check-in-Prozess um ein Vielfaches.

Smarthotel check

Gespräch mit Maximilian Waldmann über die Zukunft von conichi und conichiwa

Als deutschlandweit erster Hotelbetreiber, führt die H-Hotels AG den digitalen Schlüsselservice flächendeckend ein. Dabei hat die Betreibergesellschaft und allen voran Andreas von Reitzenstein, CCO und Vorstand der H-Hotels AG, den Bedarf der digitalen Weiterentwicklung der Hotelindustrie recht schnell erkannt. Mit dem Conichi-Service möchte man auch in Zukunft neue Maßstäbe im Bereich des Gästeerlebnisses setzen. Im Rahmen der Präsentation der conichi-Funktionen, konnten wir auch den Gründer Maximilian Waldmann für ein Gespräch gewinnen. Dieser erklärte uns den Mehrwert von conichi aus Sicht der Hotelbetreiber.

Schließlich setzt der neue Service keine großen technischen Veränderungen voraus, sondern kann mit einer bereits bestehenden Infrastruktur und entsprechenden Softwareschnittstellen betrieben werden. Conichi funktioniert mit einer Fülle verschiedener moderner Schlösser, die ohnehin in vielen Hotels auch schon Bluetooth unterstützen. Den Support auf Softwareebene übernimmt conichi, ebenso wie die Positionierung und Wartung der Beacons. Hierbei handelt es sich um die Kommunikationspunkte, die im Hotel positioniert werden.

Maximilian Waldmann (CEO von conichi) im Gespräch mit Michael Kammler (Trendsderzukunft.de)
Maximilian Waldmann (CEO von conichi) im Gespräch mit Michael Kammler (Trendsderzukunft.de)

„Die Digitalisierung in der Hotellerie wird zunehmend komplexer und stellt für viele kleine Hotels und mittelständische Ketten oft ein scheinbar unüberwindbares Hindernis dar“, erklärte Waldmann. „H-Hotels.com ist ein Paradebeispiel wie die Digitalisierung von Hotels schnell, unkompliziert und pragmatisch umgesetzt werden kann – hierfür sind allerdings Köpfe nötig, die gewillt sind neue Wege zu gehen und das vorhandene in Frage zu stellen und kann nur in Zusammenarbeit von Management und Personal geschehen. Das Hotel der Zukunft besteht nicht aus Monitoren und Robotern, sondern aus dem perfekten Service und reibungslosen Ablauf für den Gast, wie man es im Ramada Hamburg nun erleben kann.“ Hotels zahlen conichi für den Service zwischen 1 und 1,50 Euro pro Zimmer und pro Monat.

 

Conichi im Social Web

 

Videozusammenfassung von Hotelier TV

Eine günstige Lösung für mittelständische Hotels

Mit conichi kann jedes Hotel zu einem Hotel der Zukunft werden. Waldmann möchte Warteschlangen im Zeitalter der Digitalisierung generell abschaffen und schöpft seine Innovationskraft aus der Perspektive des Kunden. Im Interview verriet uns der 25 Jährige, dass im nächsten Jahr noch weitere zahlreiche Hotels folgen sollen. Auch die Integration in die HRS-App und das damit einhergegangene siebenstelligen Investment, sorgte für einen ordentlichen Boost. 2018 soll bereits jedes zweite familienbetriebene und mittelständische Hotel in Deutschland, dank conichi, ein Smarthotel sein.

Parallel zum Ausbau von conichi, möchte der Gründer zusammen mit seinem Partner und COO Frederic Haitz jedoch noch weitere Branchen in Zukunft bei der Digitalisierung unterstützen. Waldmann sprach dabei unter anderem von conichiwa, als eigenständiges Vorhaben, welches Banken und auch den Flugverkehr in Zukunft smarter machen soll. Mit conichiwa könnte in Zukunft beispielsweise die Bankkarte wegfallen und per Smartphone am Automaten Geld abgehoben werden. Im Bereich des Flugverkehrsservices soll die conichi-Technologie in abgewandelter Form ebenfalls zur Erkennung der Fluggäste genutzt werden.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.