Lass das mal den Wagen machen

Im Schnitt dauert es 26 Minuten bis wir am Arbeitsplatz ankommen. Der schwedische Autobauer Volvo hat die Pendlerzeit in einem aktuellen Konzept aufgegriffen, das die Zukunft und auch die Vorteile des autonomen Fahrens noch einmal in einer ziemlich schicken Art und Weise verdeutlichen soll. Während der Fahrt zur Arbeit (mit dem Auto) schon einmal fix die E-Mails checken oder noch entspannt bei klassischer Musik liegend durchatmen und die Gedanken sortieren. Das Roboterauto von morgen soll das möglich machen. Das Concept 26 vereint drei verschiedene Aspekte, die das Autofahren weiterhin lukrativ gestalten sollen. Zum einen kann jederzeit selbst das Steuer übernommen werden, sodass der Spaß-Faktor nicht gänzlich auf der Strecke bleibt. Zum zweiten kann der Weg zur Arbeit genutzt werden um Vorbereitungen zu treffen und zum dritten bleibt Zeit zum Entspannen. Aspekte, die sicherlich auch in öffentlichen Verkehrsmitteln greifen würden. Aber einmal Hand aufs Herz, wer in einer größeren Stadt morgens gegen 6 oder 7 Uhr in die Bahn steigt, den erwartet alles andere als Ruhe und Platz. Volvo spielt hier nicht auf Zeit, sondern mit der Zeit, eine Komponente, die in unserem zunehmend hektischen Alltag immer kostbarer wird.

Die Volvo Studie zeigt insgesamt auch ein neuartiges Sitzkonzept, das in drei Modi agiert. So weicht im autonomen Modus das Lenkrad zurück, der Sitz begünstigt eine angenehme Liegeposition und aus dem Armaturenbrett fährt ein großes Display heraus. Besonders wichtig ist bei einer derartigen Konstruktion, dass die Mittelkonsole über eine offene Struktur verfügt. Die entspannte Liegeposition setzt allerdings voraus, dass keine weiteren Mitfahrer mehr auf der Rückbank Platz nehmen.


Das Konzept setzt auf bereits bekannte Komponenten aus dem XC90 Modell. In vier Jahren schon soll die Studie real werden und die Straßen erobern. Bis dahin muss jedoch noch einiges passieren. Dabei bereiten die technischen Umsetzungen eher weniger Bauchschmerzen. Vielmehr gilt es entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die autonome Autos erlauben. Ford CEO Mark Fields ist sich dennoch ziemlich sicher, dass das autonome Fahren schon in vier Jahren den Wendepunkt erreichen wird. Mitstreiter wie Google, Tesla und Co geben sich da schon skeptischer und forcieren eher die 2020er als Durchbruchsjahre. Interessant zu diesem Thema ist übrigens auch die Analyse vom Alex, die unter der Headline „Autonome Autos: Über Ethik und Moral“ noch einmal nachgelesen werden kann. Im Anschluss gibt es den recht sehenswerten Volvo Clip. Viel Spaß.


Volvo Concept 26 im Video

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