Der Kaffee zum Mitnehmen hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt. So gehen jährlich rund 2,5 Milliarden der speziellen Pappbecher über die Ladentheke – die Recyclingquote liegt aber bei mageren 0,25 Prozent. Das Problem dabei: Die Becher sind zwar recycelbar, allerdings nur in einem gesonderten Verfahren. Landen sie einfach so im Hausmüll, können sie nicht wiederverwendet werden und enden in der Regel auf der Müllkippe. Ändern lässt sich dies nur, wenn die Kaffeebecher separat eingesammelt und neu verwertet werden. Genau dies hat nun Costa Coffee – die größte britische Kette von Kaffeehäusern – vor. In speziellen Mülleimern in den Filialen des Unternehmens sollen jährlich dreißig Millionen Becher eingesammelt und anschließend fachgerecht recycelt werden.


Filiale von Costa Coffee in Belfast. Foto: By Ardfern (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons
Filiale von Costa Coffee in Belfast. Foto: By Ardfern (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Auch Becher der Konkurrenz können abgegeben werden

Getestet wurde das System bereits in 45 ausgewählten Filialen. Dort konnten pro Laden täglich immerhin rund vierzig Becher eingesammelt werden. Hochgerechnet auf alle 2.000 Filialen kommt man demnach auf den Wert von dreißig Millionen Bechern pro Jahr. Die Besonderheit dabei: Die Sammelaktion ist nicht auf Kaffeebecher von Costa Coffee beschränkt. Vielmehr können auch Becher aus Konkurrenzläden abgegeben werden. Dies soll die Menge an eingesammelten Bechern erhöhen. Gleichzeitig sollen die Kunden über die Problematik des Recyclings von Coffe-to-go-Bechern aufgeklärt werden. Denn nur wer das Gefühl hat, damit wirklich etwas Gutes zu tun, wird die Becher auch in den speziellen Mülleimern entsorgen – und nicht einfach die nächste Tonne am Straßenrand nehmen.

Einfach zu recycelnde Becher wurden bereits entwickelt

Costa Coffee ist aber keineswegs das einzige Unternehmen, das sich des Problems angenommen hat. So plant der Konkurrent Starbucks bereits ein ähnliches Sammelsystem. Die US-Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken wiederum hat mit einer smarten Lösung experimentiert: In den Filialen wurde Kaffee in essbaren Bechern angeboten. Eine grundsätzliche Lösung strebt zudem das Unternehmen Frugalpac an. Das Startup hat einen Kaffeebecher entwickelt, der bei der Produktion nicht nur weniger CO2-Emissionen verursacht, sondern auch in den normalen Altpapier-Kreislauf integriert werden kann. Erste Testprojekte bei bekannten Kaffeehausketten laufen bereits.


Via: Businessgreen

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