Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Müll haben Anna Lütjes und Nikita Kornev mit Cradlelution einen neuen Onlineshop gegründet, der ausschließlich Produkte anbietet, die nicht am Ende auf der Müllhalde landen, sondern zu 100 Prozent wieder- oder weiterverwertet werden können. Alle im Shop gelisteten Produkte tragen die Cradle to Cradle (C2C) Zertifizierung. Der nachhaltige Onlineshop befindet sich noch im Aufbau. Über Crowdfunding möchten die Gründer wichtiges Startkapital einsammeln und in Zukunft noch mehr C2C Produkte anbieten.


Cradlelution
Anna Lütjes und Nikita Kornev Gründer von Cradlelution

Weniger Müll mehr Nachhaltigkeit

In der zweiten August Woche wird der neue Onlineshop mit einem großen Kickoff gestartet, das schreiben die beiden Gründer auf der Website. Das Projekt kann noch bis Sonntag den 9. August 2015 auf Startnext unterstützt werden. Cradlelution ist einer der ersten deutschen Onlineshops, der Produkte anbietet bei denen Abfall grundsätzlich vermieden wird. Die angebotenen Produkte sind Teil eines Kreislaufs und werden im Anschluss wieder- oder weiterverwertet. Entgegen dem aktuellen Prinzip zu wirtschaften, ist die „Endhaltestelle“ keine Müllhalde, sondern unter Umständen sogar ein neues Produkt.

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C2C Produkte sind zu 100 Prozent wiederverwertbar

Der Onlineshop orientiert sich am Prinzip der Null-Müll-Stadt, das durchaus begrüßt werden dürfte. Die Macher sind sich bewusst mit Cradlelution und dem Verkauf von C2C-Produkten nicht gleich die ganze Welt retten zu können. Dennoch dürfte der neue Onlineshop einen Anfang bedeuten und wichtige positive Signale streuen. Um Cradlelution zeitnah bestücken zu können, benötigt das Startup zunächst 8.000 Euro. Sollten 15.000 Euro eingesammelt werden, ist sogar ein Lager vorgesehen. Im Shop soll es verschiedene Alltagsgegenstände geben. Zudem kann man alsbald aber auch Kleidungsstücke und sogar Baustoffe erwerben. Weltweit gibt es ungefähr 2500 Produkte, die das C2C-Siegel tragen. Ausgewählte Produkte wird auch Cradlelution vermehrt anbieten. Zunächst möchten die Gründer jedoch auf den Vertrieb von Konsumgütern setzen. Geführt werden unter anderem bereits die letzten Exemplare aus der C2C-Linie des Sportmodeherstellers Puma. Puma stellte C2C-Produkte her und verzichtete aber bisher auf neue Erzeugnisse. Die „Restbestände“ könne jedoch noch über Cradlelution erworben werden.


C2C
Fünf Bedingungen für Cradle 2 Cradle Produkte

C2C hat anspruchsvolle Hürden

C2C ist bisher noch nicht so populär, da sich die Produkte im Vergleich zum Angebot aktueller Konsumgüter stets in Grenzen halten. Ein Grund dafür ist sicher auch der hohe Anspruch an die Produkte und die Hürden, die überwunden werden müssen um ein C2C-Siegel zu erhalten. Die geprüften Produkte müssen gleich mehrere Tests bestehen. So wird unter anderem überprüft, ob sich die Produkte problemlos wiederverwerten lassen. Darüber hinaus dürfen auch die verwendeten Inhaltsstoffe oder Materialen kein Gesundheits- und Umweltrisiko darstellen. Geprüft werden auch die Wasserqualität bei der Herstellung der Produkte und der Anteil an erneuerbaren Energien, während der Produktion.

Cradlelution richtet sich vor allem an Verbraucher, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und etwas für die Umwelt tun wollen. Wir drücken die Daumen für den Start und werden sicher noch einmal im Rahmen eines Updates neue Informationen zu Cradlelution liefern.

Cradlelution im Video

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