Das niederländische Unternehmen Fairphohne will Smartphones verkaufen, die deutlich nachhaltiger produziert werden als die klassischen Angebote der Konkurrenz. Dies beginnt bei der Auswahl der Rohstoffe und reicht bis zur Verwendung von Ökostrom während der Verarbeitung. Bas van Abel, der das Konzept entwickelt hat, wurde für sein Projekt sogar mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Das Geschäft mit nachhaltig produzierten Smartphones bleibt aber schwierig. Um neue Geldmittel aufzutreiben, hat sich das Unternehmen daher nun der breiten Masse zugewandt und neues Geld per Crowdfunding eingesammelt. Die finanziellen Mittel sollen nicht zur Entwicklung eines neuen Modells genutzt werden, sondern den laufenden Geschäftsbetrieb finanzieren sowie die Ausweitung des Geschäftsmodells ermöglichen. Die Unterstützer werden dafür an dem Unternehmen beteiligt und können an möglichen Gewinnen partizipieren.


Die Verzinsung liegt bei fünf Prozent pro Jahr

Unabhängig davon soll die Investition zudem mit einem Satz von fünf Prozent jährlich verzinst werden und nach fünf Jahren zurückgezahlt werden. Dies ist für das Unternehmen eine vergleichsweise günstige Form der Finanzierung. Zumal die Anteile am Unternehmen nur unter bestimmten Bedingungen ausgegeben werden. So müssen die Unterstützer ihre Anteile verkaufen, wenn dies mehr als fünfzig Prozent der regulären Anteilseigner ebenfalls tun. So soll sichergestellt werden, dass ein Verkauf der Firma nicht am Widerstand der Crowdfunding-Teilnehmer scheitern kann. Durchgeführt wurde das Crowdfunding auf der Plattform Oneplanetcrowd. Die Experten dort wiesen im Vorfeld allerdings ausdrücklich darauf hin: Es handelt sich um ein sehr risikoreiches Investment. Niemand sollte daher Geld investieren, dass er dringend benötigt.


Das Investment ist mit einigen Risiken verbunden

So wurde darauf verwiesen, dass die Fairphone Firma in diesem und im nächsten Jahr weitere Finanzierungen benötigen wird. Ob diese rechtzeitig gesichert werden können, kann heute aber noch nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Wie stark das Fairphone mit den nun eingetriebenen Geldern zudem tatsächlich wachsen können wird, stellt einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar. Die Anleger allerdings glauben trotz des Risikos an das Projekt. Inzwischen wurden bereits rund 1,3 Millionen Euro eingesammelt – und das Mindestziel somit erreicht. Noch kann zudem bis Mitte August weiter investiert werden. Eine Obergrenze wurde durch das Unternehmen erst bei 2,5 Millionen Euro gesetzt. Allerdings existiert eine Mindestinvestitionssumme von 250 Euro. Das Fairphone 2 kostet im firmeneigenen Shop hingegen aktuell 529 Euro.

Via: Fairphone

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