Digitalwährungen gelten als riskantes Spekulationsobjekt. Das wird sich auch nicht so schnell ändern. Dennoch könnte in naher Zukunft eine ganz neue Anlegerklasse auf den Markt für Kryptowährungen kommen. Grund dafür ist die US-amerikanische Ratingagentur Weiss Ratings, die als erstes ein Rating für Kryptowährungen einführen wird. Das könnte dazu führen, dass auch Anleger, die vom Kryptomarkt bisher eher die Finger ließen, bald mit Bitcoin, Ethereum und anderen Coins spekulieren werden.


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Novum auf dem Kryptomarkt

Bisher wird der Wert einer Kryptowährung weitestgehend wahlweise am Kurswert, der Marktkapitalisierung oder am Daily-Trading-Volume (24h) festgemacht. Die Ratingagentur Weiss Ratings will einen anderen Weg beschreiten. „Viele Kryptowährungen sind überhypet und anfällig für Abstürze. Der Markt braucht dringend die Klarheit, die nur unparteiische und stabile Ratings bieten können“, so der Gründer der Agentur, Martin Weiß. Die Bewertung soll dabei auf der Analyse diverser Datenpunkte bezüglich jedes Coins sowie der dahinterstehenden Technologie beruhen. Das gab es so bisher weder in der Ratingbranche noch auf dem Kryptomarkt.


Weiss ist im Gegensatz zu den großen Ratingagenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s oder Fitch, die die Bonität von Staaten und Unternehmen bewerten, eher klein. Außerdem ist die Agentur als solches nicht unumstritten. Mit der Bewertung von Kryptowährungen wagt sich die Ratingagentur nun sozusagen in nicht erkundete Gewässer.

Das Rating sorgt für Überraschungen

Die Ergebnisse der Bewertungen dürfte den ein oder anderen Fan von Kryptowährungen überraschen. Der Bitcoin etwa, die wohl bekannteste Kryptowährung, erhält lediglich ein C+. Weiss lobt zwar die Sicherheit und die Verbreitung des Coins, aber die hohen Kosten und die Dauer einer Transaktion ziehen die Wertung nach unten. Besser schneidet dagegen Ethereum ab. Die Währung erhält von Weiß ein glattes B – die aktualisierbare Technologie und die Geschwindigkeit der Transaktionen wussten zu überzeugen. Die am zweitbesten verbreitete Kryptowährung erhält somit vorerst das beste Rating. Am unteren Ende der Skala landeten dagegen die Coins Novacoin und SaluS. Beide Projekte leiden unter schlechter Adaption und mangelnder Innovation.

Wie wird sich das Rating auf den Markt auswirken?

Dem Rating von Weiss dürfte einige Beachtung geschenkt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass dadurch neue Investoren auf den Kryptomarkt gebracht werden. Besonders Privatanleger könnten dem Rating Vertrauen schenken, da für sie das Risiko auf dem Markt bisher schwer kalkulierbar war. Außerdem dürfte es nicht allzu lange dauern, bis andere Ratingagenturen ebenfalls anfangen, Kryptowährungen zu bewerten.

In einigen Punkten widerspricht das Rating dem Verhalten der Verhalten der Anleger, die momentan im Markt teilnehmen – etwa in der nur mittelmäßigen Bewertung des geradezu gehypten Coins Bitcoin. Das Rating von Weiss dürfte einige Kurse auf dem Markt nachhaltig beeinflussen, insbesondere dann, wenn mehr Anleger auf den Markt strömen. Die nächsten Monate werden zeigen, wie genau sich das auswirken wird.

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1 Kommentar

  1. eisvogel

    19. September 2018 at 12:38

    Ich halte von Kryptowährungen nichts und schon gar nichts, wenn für das „Schürfen“ Unmengen an Energie vergeudet wird!
    Wo ist das Umweltbewußtsein und die Nachhaltigkeit, die Zugunsten geldgieriger Spekulanten geopfert werden?
    Da ist mir das gute, alte Bargeld doch lieber!

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