Apple hat erst im vergangenen Jahr sein neues Hauptquartier in Cupertino bezogen. Dort arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter in einem ringförmigen Gebäude, das entfernt an ein Raumschiff erinnert. Nun hat der Stadtrat eine etwas ungewöhnliche Idee ins Spiel gebracht, um die Situation der vielen Pendler zu verbessern: Ein Hyperloop soll Cupertino mit der benachbarten Stadt San José verbinden. Die Besonderheit des Vorschlags liegt in der vergleichsweise kurzen Distanz von gerade einmal 15 Kilometern. So dauert die Fahrt mit dem Auto heute unter optimalen Bedingungen rund 20 Minuten – allerdings gibt es immer wieder auch lange Staus. Der Hyperloop hingegen soll fünf Minuten benötigen. Entsprechende Pläne wurden bereits mit der Firma Hyperloop Transportation Technologies erörtert.


Foto: Hyperloop Transportation Technologies

Auch die Strecke Los Angeles – San Francisco wurde schon diskutiert

Kalifornien ist schon länger als Standort für eine Hyperloop-Strecke im Gespräch. In der Vergangenheit wurde aber zumeist eine Verbindung zwischen den beiden Metropolen San Francisco und Los Angeles diskutiert. Auf dieser Distanz kämen die Vorteile der Vakuumröhre deutlich besser zum tragen als bei der vergleichsweise kurzen Strecke von Cupertino nach San José. Allerdings gilt natürlich auch beim Hyperloop: Je länger die Strecke werden soll, desto höher fallen auch die Baukosten aus. Es ist daher gar nicht so unwahrscheinlich, dass das neue Verkehrskonzept zunächst auf einer vergleichsweise kurzen Strecke zum Einsatz kommt. Die Gespräche in Cupertino befinden sich allerdings noch im Anfangsstadium. Ob sie ernsthaft weiter verfolgt werden, dürfte nicht zuletzt davon abhängen, inwieweit es gelingt, eine solide Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Apple soll sich an der Finanzierung beteiligen

Hier wiederum kommt der Apple-Konzern ins Spiel. Denn der Stadtrat hofft, dass das Unternehmen ein Interesse an einer modernen und guten Verkehrsanbindung hat – und sich deswegen massiv an den Kosten beteiligt. Selbiges gilt für andere ansässige Unternehmen, die von der geplanten Verbindung profitieren würden. Inwieweit sich diese Vorstellungen allerdings tatsächlich realisieren lassen werden, lässt sich aktuell noch nicht abschätzen. Zumindest in einem Punkt sind die Stadtvertreter Apple aber schon einmal entgegen gekommen: Eine neue Steuer für die einheimischen Unternehmen wurde abgelehnt. Der dazu gehörige Antrag sah vor, die Einnahmen für den Ausbau der Infrastruktur zu verwenden. Apple hatte sich im Vorfeld klar gegen die neue Abgabe ausgesprochen.


Via: Business Insider

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