Das Mars-Fahrzeug “Curiosity” hat in Bodenproben Spuren von Nitrat entdeckt. In den “Proceedings” der US-Akademie der Wissenschaften (“PNAS”) schreibt Jennifer Stern, die beim Goddard Space Flight Center der NASA angestellt ist, dass die Stickstoffverbindungen wahrscheinlich bei Blitzeinschlägen auf der Oberfläche des Mars entstanden sind. Die Entdeckung sei ein weiteres Indiz dafür, dass auf dem roten Planet einst lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben.


Mars
Foto: Mars, Moyan Brenn, Flickr, CC BY-SA 2.0

Nitrat im Marsboden

Chemisch fixierter Stickstoff ist für Leben, so wie es uns bekannt ist, unabdingbar. Es wird zur Synthese wichtiger Biomoleküle benötigt. Aus diesem Grund hat der Mars-Rover der NASA in Bodenproben nach Stickstoff gesucht. Und es gefunden. “Curiosity” entdeckte hinweise auf 70 bis 1100 ppm (parts per Million) Nitrat in Proben von Marsstaub sowie von Sedimenten eines ehemaligen Marssees. Forscher der NASA sind der Ansicht, dass der im Boden fixierte Stickstoff einst Teil eines einfachen Stickstoffkreislaufs auf der Oberfläche des Mars gewesen sein könnte. Damit wäre eine biologisch zugängliche Stickstoffquelle vorhanden gewesen.

Leben auf dem Mars: Noch gibt es keine Antwort

Die Frage, ob es einmal Leben auf dem Mars gegeben hat, bleibt weiterhin unbeantwortet. Aber die Hinweise mehren sich. Eine Studie der Louisiana State University hat neben dem Stickstoff eine weitere mögliche Energiequelle für eventuelle Marsmikroben identifiziert: Kohlenmonoxid. Der Stoff kommt in der Marsatmosphäre relativ häufig vor und könnte eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel von Mikromikroorganismen gespielt haben. Als Vorbild für diese Theorie dienen irdische Mikroben, die Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid verstoffwechseln können.


Die Wissenschaft sucht in zahlreichen Studien nach der Antwort auf die Frage, ob es einst Leben auf dem Mars gab. Inzwischen häufen sich auch die Indizien, dass das Klima auf dem roten Planeten einst wärmer und feuchter war als heute.

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