Die Marsforschung steht momentan noch ziemlich am Anfang. Insbesondere über die Geschichte des roten Planten ist bisher noch vergleichweise wenig bekannt. In einem waren sich die meisten Forscher bisher aber einig: Da der Mars keine sich verschiebenden tektonischen Platten besitzt, dürfte die Entwicklung aus geologischer Sicht eher unspektakulär verlaufen sein – es gab also keine größeren Erdbeben oder massive Vulkanausbrüche. Eine Probe des Mars-Rovers Curiosity könnte diese vermeintliche Gewissheit nun aber ins Wanken bringen. Denn eine Röntgenanalyse der Gesteinsprobe vom Mars hat ergeben, dass diese große Mengen an Tridymit enthält – ein Quarz, das auf der Erde in erster Linie durch Vulkanexplosionen verbreitet wird.


Die Probe wirft gleich mehrere Fragen auf

Entnommen wurde die Probe dabei im sogenannten Marias Pass. Dieser war – dies haben frühere Untersuchungen gezeigt – einst mit Wasser gefüllt. Die Forscher gehen dabei davon aus, dass das Vulkangestein durch einen Fluss angespült wurde. Der Entnahmeort der Probe muss also nicht zwingend in der Nähe eines explosiven Vulkans liegen. Dennoch müssen die Forscher nun einige Fragen beantworten: Entweder müssen sie eine alternative Erklärung für den Fund von großen Mengen an Tridymit finden oder sie müssen erklären, wie explosive Vulkanausbrüch ohne tektonische Plattenverschiebungen möglich sind. In jedem Fall dürfte die letztlich gefundene Erklärung weitere interessante Erkenntnisse über die Geschichte des roten Planeten liefern.


Die NASA will Astronauten auf den Mars schicken

Interessant dabei: Kleinere Mengen Tridymit wurden auch in den Gesteinsproben vom Mond gefunden. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar. Helfen bei der Erforschung des Planeten könnten natürlich auch die geplanten bemannten Marsmissionen. Während das Mars One Projekt bereits mit dem Casting der Astronauten begonnen hat, hat die NASA unter dem Motto „Mars Explorers Wanted“ nun eine Werbekampagne gestartet. Mit Postern im Sci-Fi-Style soll dabei auf das Ziel aufmerksam gemacht werden. Bis zur Verwirklichung der Pläne dauert es allerdings noch ein bisschen: Die NASA-Mission ist erst in den 2030er Jahren geplant.

Via: Phys.org

1 Kommentar

  1. David Kummer BGE

    16. Juni 2016 at 12:48

    Wie wäre folgende Theorie!
    Der Mars war ursprünglich ein Mond von Saturn! Durch ein Astronomisches Ereignis ist er dann aus seiner Bahn geworfen wurden und in seine heutige Umlaufbahn gerutscht!
    Da der Mars ein Gesteuinsplanet ist, würde sich die Schwerkraft des Saturn auch auf sein inneres auswirken! Hier würden die Schwerkraftgezeiten zu einem Anstieg der Temperatur des Kerns führen und würden so die Möglichkeit für Magma bieten! Auch könnte dies, das ursprunglich vorhandne FLÜSSIGE Wasser erklären!

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