Die zum US-Verteidigungsministerium gehörende Defense Advanced Research Group (DARPA) will ein Computersystem entwickeln, das ohne Updates auch in 100 Jahren noch sicher betrieben werden kann. Das Vorhaben hört auf den Namen Project BRASS (Buildig Resources Adaptive Software System).


Adaptive Sicherheit soll Kosten senken

Wer kennt sie nicht: Die so notwendigen wie lästigen Sicherheitsupdates für den Computer. Systemunabhängig führt kein Weg um sie herum. Was bei OS X, Windows, Linux und Co für den Endnutzer noch relativ einfach vonstatten geht, ist für die Entwickler solcher Systeme umso kostenintensiver und aufwändiger. Genau das möchte die DARPA nun ändern. Die Gruppe möchte ein Computersystem entwickeln, das komplett ohne Updates auch in 100 Jahren noch komplett sicher ist. Momentan werden zu diesem Zweck Forscher gesucht, die die Möglichkeiten eines solchen Systems im Bereich Rechentechnik und Algorithmik untersuchen.


BRASS soll ein System entwickeln, dass sich dynamisch an Änderungen der Rechenumgebung und der genutzten Ressourcen anpassen kann. Nach Angaben der DARPA ist dafür aller Voraussicht nach eine völlig andere Art der Abstraktion sowie der bewusstere Umgang mit Ressourcen nötig. Die Software soll dadurch wartungsfreundlicher und verlässlicher werden und letztlich ganz ohne Updates auskommen.

Neben den offensichtlichen Vorteilen im Bereich Softwaresicherheit könnte ein derartiges System auch Kosten gespart werden. Systeme, die bereits vor 50 Jahren entwickelt wurden, seien zwar auch heute noch im Betrieb. Aber dies könne nur mit aufwendigen Updates erreicht werden. So wird die Programmiersprache COBOL beispielsweise noch immer in Software-Produkten um Business- und Finanzbereich genutzt.

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