Das einflussreiche amerikanische Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ hat den neuen Tesla Model 3 genau unter die Lupe gekommen und kommt zu einem eindeutigen Urteil: Eine Kaufempfehlung kann nicht ausgesprochen werden. Dabei hatten die Tester eigentlich großen Spaß während der Tests. Das Fahrerlebnis wurde jedenfalls ausdrücklich als Pluspunkt vermerkt. Zwei deutliche Kritikpunkte sorgten dann aber für das eher mäßige Urteil.


Einmal in Fahrt ist er gar nicht so einfach zu bremsen: Der neue Tesla. Foto: Elon Musk

1. Die Bedienung über das Touchdisplay in der Mittelkonsole ist zu kompliziert

Selbst für vergleichsweise einfache Einstellungen – etwa die Temperatur im Auto – müssen jeweils mehrere Schritte absolviert werden. Dies aber lenkt den Fahrer vom Verkehr auf der Straße ab. Zwar kann der Autopilot in solchen Situationen theoretisch helfen. Allerdings ist dieser zum einen nicht perfekt und zum anderen sehr teuer – und ist deshalb längst nicht in allen Modellen verbaut. Tesla- Boss Elon Musk hat inzwischen ein Software-Update in Aussicht gestellt, das die Bedienung vereinfachen soll.

2. Der Bremsweg ist zu lang

Bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern benötigte das Fahrzeug bei Tests des Magazins 46 Meter, um zum Stillstand zu kommen. Dies ist ein extrem schwacher Wert. Selbst viele amerikanische Pickups sind in diesem Punkt besser. Tesla verweist auf eigene Messungen, nach denen der Bremsweg lediglich bei 40,5 Metern liegt. Auch das ist aber ein Wert, mit dem man sich nicht wirklich brüsten sollte. Fast alle Modell vergleichbarer Größe sind in diesem Punkt deutlich besser.

Bisher ist der neue Tesla kein Modell für die breite Masse

Die Tester von „Consumer Reports“ sind mit ihrer Skepsis zudem nicht alleine. Auch ein bekannter Autotester hatte vor einigen Wochen massive Kritik an dem neuen Tesla geäußert. Elon Musk hat unterdessen eingeräumt, dass die günstigste Variante des Model 3 für 35.000 Dollar aktuell gar nicht verfügbar ist. Stattdessen würden nur Bestellungen mit einem Preis von mehr als 50.000 Dollar ausgeliefert. Zuletzt stellte der Firmenchef zudem eine Version mit Allradantrieb für 78.000 Dollar vor. Der Hintergrund dürfte klar sein: Je teurer ein Auto, desto höher auch die Gewinnmarge für den Hersteller. Offenbar ist Tesla noch nicht in der Lage, Autos für den Massenmarkt zu konkurrenzfähigen Kosten zu produzieren. Genau dies erwarten die Anleger aber von Musk. Dieser hat in Aussicht gestellt, dass die preiswerte Basisversion rund ein halbes Jahr nachdem die Produktion voll angefahren wurde, verfügbar sein wird.


Via: Forbes

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.