In den Jahren 2014 und 2015 wütete das Ebola-Virus in Westafrika und kostete mindestens 11.000 Menschen das Leben. Aber auch für die nicht direkt betroffenen Menschen stellte die Epidemie eine Katastrophe dar. Denn Wirtschaft und Handel in den betroffenen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone hatten aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung massive Einbußen zu verzeichnen. Die Lebensverhältnisse vor Ort haben sich dadurch erheblich verschlechtert. Es ist daher kein Wunder, dass die Bestätigung von mindestens zwei Ebola-Fällen im Kongo für Aufregung bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sorgt. Diese bereitet sich daher eigenen Angaben zufolge auf das schlimmste Szenario vor. Dies wäre eine Ausbreitung der Krankheit über mehrere Länder, sodass auch afrikanische Millionenstädte betroffen sein könnten.


Ebola
Bild: Ärzte ohne Grenzen

Der Impfstoff besitzt noch keine offizielle Zulassung

Um dies zu verhindern, soll der Ebola-Ausbruch möglichst lokal begrenzt werden. Bisher konnten die Helfer dazu aber nicht mehr tun, als die betroffenen Personen zu isolieren. Nun aber will die WHO auf einen neuen Impfstoff zurückgreifen. Dieser kam auch schon zum Ende der letzten Epidemie hin zum Einsatz und erwies sich als sehr effektiv. Allerdings wurde er offiziell noch nicht zugelassen, weil die notwendigen Studien noch nicht vollständig durchgeführt werden konnten. Dennoch haben die zuständigen Experten nun entschieden, 4.000 Impfdosen in die betroffene Region im Südwesten des Kongo zu schicken. Dort sollen sie so zum Einsatz gebracht werden, dass die Ansteckungskette unterbrochen wird. Dies klingt vergleichsweise einfach, ist aber gar nicht so leicht umzusetzen. Denn die Infrastruktur in dem Gebiet ist nur rudimentär ausgebaut.

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Zuletzt aktualisiert am 24.09.2018

Bis zu 90 Prozent der infizierten Personen sterben an der Krankheit

Neben den beiden bestätigten Fällen gibt es inzwischen 25 weitere wahrscheinliche Fälle und zwölf Verdachtsmomente. Bisher wurden 19 Todesfälle verzeichnet, die mit den für Ebola typischen Symptomen – Durchfall und hohes Fieber – einhergingen. Theoretisch ist in diesen Fällen aber auch eine andere Todesursache möglich. In jedem Fall handelt es sich bei Ebola um eine der tödlichsten Krankheiten der Welt: Zwischen 25 und 90 Prozent der infizierten Personen überleben die Ansteckung nicht. Neben der Entwicklung neuer Medikamente steht daher schon seit längerem die Prävention im Vordergrund. Die WHO hofft, mit groß angelegten Kampagnen zur vorsorglichen Impfung die Krankheit langfristig ausrotten zu können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.

Via: Wall Street Journal


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