Vor einiger Zeit sorgte Tesla-CEO Elon Musk für Aufsehen, als er öffentlich ankündigte, das Unternehmen von der Börse nehmen zu wollen. Seitdem hat Tesla Ärger. Mehrere Hedgefonds haben geklagt, weil sie Musks Tweet, in dem er behauptete, die Finanzierung sei „gesichert“, als Kursmanipulation sahen. Und nun ist Tesla auch im Visier der US-Justiz, die wegen Betrugs ermittelt.


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US-Justizministerium wirft Musk Betrug vor

Die Staatsanwälte im US-Justizministerium prüfen aktuell, ob Musk mit seinem Tweet, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, die Öffentlichkeit bewusst getäuscht hat, um den Aktienkurs zu manipulieren., Tesla bestätigte, dass das Justizministerium Dokumente zu den Äußerungen Musks angefordert hat, betonte aber zeitgleich, dass es sich nicht um eine Vorladung handele. Das Unternehmen hoffe, dass die Angelegenheit schnell geklärt werden kann, so heißt es weiter. Das Justizministerium war bisher noch nicht zu einer Stellungnahme bereit. Musk hatte den Plan zur Privatisierung Teslas recht bald nach seinem Tweet wieder aufgegeben. Die Aktie von Tesla verlor nach Bekanntwerden der Ermittlungen etwa 6 Prozent an Wert und steht aktuell etwa 4,5 Prozent im Minus.


Tesla steht juristisch betrachtet bereits seit einiger Zeit unter Druck. Vor einem Monat wurde bekannt, dass die US-Börsenaufsicht SEC wegen Musks Tweet alle neu Vorstandsmitglieder des Unternehmens gerichtlich hat vorladen lassen. Außerdem hat der Leerverkäufer Andrew Left eine Sammelklage gegen Musk und Tesla eingereicht, in der es heißt, Musk hätte mit seiner Ankündigung Investoren „verbrennen“ wollen, die auf einen fallenden Aktienkurs von Tesla spekuliert haben. Nach Musks Tweet war die Tesla-Aktie deutlich im Wert gestiegen.

Aufsichtsrat zweifelt an Musk

Aber nicht nur juristisch scheint Tesla Ärger zu haben. Mehrere Topmanager haben das Unternehmen verlassen – erst kürzlich hat etwa der Chefbuchhalter DAve Morton gekündigt, nachdem er diesen Posten lediglich einen Monat innehatte. Mit Justin McAnear aus dem Finanzressort, Personalchefin Gabrielle Toledano und Teslas Direktor für Fertigungstechnik Shen Jackson hat Tesla in den letzten Wochen weitere hochrangige Manager verloren.

Derweil nimmt die Kritik an Musk auch innerhalb des Unternehmens zu. Teslas Aufsichtsrat sei wegen Musks nächtlichen Twitterausflügen besorgt, heißt es. Außerdem wird befürchtet, dass das impulsive Verhalten des Tesla-Chefs Anleger verunsichere und für Schwankungen an der Börse sorge.

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