In den Vereinigten Staaten haben einige Bundesländer Cannabis bereits vollständig legalisiert. Im Zuge dessen hat sich dort auch eine Vielzahl an Privatunternehmen etabliert, die mit der Produktion und Verkauf von Hanfpflanzen Geld verdienen möchten. Zu den ersten Investoren in dieser Branche gehörte der Rapper Snoop Dog. In Deutschland ist es allerdings noch nicht soweit. Zwar wurde zuletzt die Nutzung zu medizinischen Zwecken legalisiert, die Produktion wird aber weiter streng reglementiert. So hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eigens eine Cannabis-Agentur gegründet. Einzig diese kann es Unternehmen erlauben, die Hanfpflanze anzubauen. Die Ernte wird dann sofort vollständig von staatlicher Seite aufgekauft und für medizinische Zwecke weiter verarbeitet.


Ein Therapiezentrum und eine Fachmesse sollen für Einnahmen sorgen

Die DCI Cannabis Institut GmbH möchte von dieser gesetzlichen Neuregelung profitieren und auf bis zu tausend Quadratmetern ein Cannabis-Therapie- und Informations-Center aufbauen. Dort sollen zum einen schwerkranke Menschen mit cannabisbasierter Medizin behandelt werden. Zum anderen wird aber auch ein Informationscenter über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Hanfpflanze informieren. Außerdem soll regelmäßig eine Fachmesse namens „Cannabis XXL“ ausgerichtet werden und für zusätzliche Einnahmen sorgen. Langfristig ist sogar angedacht mit Erlaubnis der staatlichen Cannabis-Agentur auch in die Produktion einzusteigen. Für den Bau der riesigen Anlage setzt das Unternehmen auf Crowdinvesting. Auf der Plattform Transvendo kann jeder ab einer Summe von 100 Euro dem Projekt Geld zur Verfügung stellen. Die Investition soll mit jährlich fünf Prozent verzinst werden.


Das Investment ist mit einem enormen Risiko verbunden

Allerdings geht die Rechnung nur auf, wenn sich das Geschäftsmodell auch als tragfähig erweist. Geht die GmbH stattdessen pleite, gehen die Kreditgeber unter Umständen vollkommen leer aus. Es handelt sich also um ein enorm riskantes Investment. Geschäftsführer Wenzel Vaclav Cerveny betont hingegen vor allem die Wachstumsmöglichkeiten: Aktuell besitzen in Deutschland rund 1020 Patienten eine Ausnahmegenehmigung für die Nutzung von Cannabis zur Schmerzlinderung. Den Berechnungen des Unternehmers zufolge kommen langfristig aber bis zu 1,6 Millionen Patienten für die Behandlung mit Cannabisprodukten in Frage. Bisher konnten über das Crowdinvestment allerdings nur gut 17.000 Euro eingesammelt werden. Bis zur Wunschsumme von einer Millionen Euro müssen also noch einige Investoren überzeugt werden.

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