Im Rahmen des Tweets von Elon Musk, in dem er seinen Plan äußerte, Tesla von der Börse zu nehmen, hat neben dem US-Justizministerium auch die US-Börsenaufsicht SEC Ermittlungen gegen Musk aufgenommen. Der Vorwurf lautete, der Tesla- CEO habe Anleger täuschen und den Kurs der Aktie beeinflussen wollen. Die Ermittlungen der SEC endeten nun kurz nachdem die Behörde eine Klage eingereicht hatte in einem Vergleich mit Musk und Tesla, der unter anderem vorsieht, dass Musk seinen Posten als Teslas Aufsichtsratschef abgibt. Seine Rolle als CEO darf der exzentrische Geschäftsmann weiter ausfüllen.


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Postenverlust und Strafzahlung

Die Auseinandersetzung mit der SEC hätte für Tesla durchaus weitreichende Folgen haben. Indem Musk den Deal akzeptiert hat, ging er einem kraftraubenden Kräftemessen mit der Börsenaufsicht aus dem Weg, das letztlich wahrscheinlich nicht nur Tesla selber, sondern auch den Anlegern geschadet hätte.


Musk wird seinen Posten als Aufsichtsratschef innerhalb von 45 Tagen aufgeben. Er hat auch zugestimmt, sich innerhalb der nächsten drei Jahre nicht wieder wählen zu lassen. Außerdem zahlt Tesla eine Strafe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar. Musk zahlt die gleiche Summe. Der Betrag soll an die geschädigten Tesla-Anleger verteilt werden. Der Deal enthält aber nicht die Pflicht für Musk, die Beschuldigungen der SEC einzuräumen.

Außerdem hat Tesla eingewilligt, zwei neue Aufsichtsratsmitglieder zu benennen und ein Komitee zu gründen, dessen Aufgaben es sein wird, Musks öffentliche Kommunikation sowie die Kommunikation mit Investoren das Unternehmen betreffend zu kontrollieren. Die SEC will damit weitere Störungen des Marktes verhindern und Teslas Anleger vor Schäden bewahren.

Musk verliert Einfluss

Der Vergleich bedeutet für Musk, dass er bei Tesla wesentlich an Einfluss verliert. Zwar bleibt er weiterhin CEO des Unternehmens und kann auch seinen Sitz im Aufsichtsrat behalten. Allerdings ist der Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden in den USA sehr bedeutend, da dieses Gremium im Gegensatz zu seiner Entsprechung im deutschen Raum nicht nur eine Kontrollfunktion besitzt, sondern auch Einfluss auf die Firmenstrategie hat.

Die Tesla-Aktie hatte am Freitag, nachdem bekannt wurde, dass die SEC eine Klage eingereicht hatte, fast 14 Dollar verloren. Nachdem am Wochenende der Vergleich bekannt wurde, erholte die Aktie sich Montag wieder.

Allerdings ist der durch den Tweet ausgelöster Ärger mit dem Vergleich noch nicht beendet. Denn auch das US-Justizministerium hat Ermittlungen aufgenommen, die theoretisch sogar in einem Strafprozess münden könnten.

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