Krebs ist eine der schlimmsten Krankheiten, die aktuell existieren. Sie ist nur in wenigen Fällen behandel- oder therapierbar und wahrscheinlich kennt jeder einen Krebsfall in seinem näheren Umfeld. Damit nach der Schockdiagnose nicht jeder zum Drogenboss aufsteigen muss, beschäftigen sich unzählige Wissenschaftler weltweit mit Krebsforschung.


Forschern des Salk Instituts in Kalifornien könnte dabei jetzt ein Durchbruch gelungen sein.
Die bisherige Chemotherapie als Behandlung bekämpft mit Hilfe aggressiver Chemikalien die Krebszellen im Körper. Doch nur eine leicht mutierte Zelle kann ausreichen, um dies zu überleben und den Krebs weiter im Körper zu verteilen und zukünftige Zellen resistenter zu machen.


Die Resistenz gegen Medikamente ist das Problem

Angeführt von Fernando Lopez-Diaz versucht das Team, den Veränderungsschalter der Krebszellen zu finden. Das bedeutet, den Mechanismus ausfindig zu machen, welcher dazu führt, dass sich die Krebszellen vermehren und dabei leicht verändern. Dies führt dazu, dass sie resistent gegen Medikamente werden können. Könnte man diesen Mechanismus ausschalten, würde man diesen Effekt ausschalten, was zu deutlich besserer Behandelbarkeit führen würde.

Laut Beverly Emerson ist Krebs allerdings nicht das Werk einer einzelnen Zelle, sondern eines ganzen Ökosystems an Zellen, welche untereinander kommunizieren. Das Hauptaugenmerk der Studie besteht deshalb darin, grundlegendes Verständnis über die Vielfalt und Veränderungen der Zellen während der Chemotherapie zu gewinnen, um die Resistenz gegenüber Medikamenten zu verringern.

Umfangreiche Studien führen zum Erfolg

Dazu haben die Wissenschaftler mehr als 80000 RNA-Moleküle für jede neue Krebszelle beobachtet, die bei der Chemotherapie auftrat (in früheren Studien wurden nur Hunderte Moleküle beobachtet). Durch diese enorme Anzahl war es möglich, kleinste Veränderungen zwischen den verschiedenen Zellgenerationen während der Behandlung festzustellen. Laut Lopez-Diaz konnte eine überwältigende Zellvielfalt während der Chemotherapie beobachtet werden, die mit den bisher bekannten Theorien und Modellen nicht erklärt werden kann. Das Team arbeitet dementsprechend daran, das fehlende Teil zu finden, um der Vielfalt auf die Spur zu kommen.

Zusätzlich fanden die Wissenschaftler, dass Prä-Krebszellen, welche einer Chemotherapie ausgesetzt wurden, sich deutlich schneller entwickelten und vermehrten. Diese könnte dazu führen, dass diese Zellen später deutlich resistenter gegenüber Medikamenten sind. Mit den gesammelten Erkenntnissen können die Wissenschaftler diese und andere Phänomene genauer untersuchen, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Eventuell könnte dies ein weiterer wichtiger Schritt gewesen sein, um den Kampf gegen den Krebs zu unseren Gunsten ausgehen lassen zu können.

Quelle: Gizmag

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