Die japanische Firma namens Aerial Burton hat in den letzten Jahren mit Lasern experimentiert, um Moleküle in der Luft zu ionisieren und so Bilder praktisch ins Nichts zu projizieren. Bisher gab es bei dem System jedoch ein Problem: Das Resultat war prinzipiell schwebendes Plasma, das bei Berührungen für schmerzhafte Verbrennungen sorgen konnte. Das neue System nutzt nun Femtosekundenlaser, mit deren Hilfe die benötigte Energie so weit verringert werden konnte, dass tatsächlich direkte Interaktion mit den Bildern möglich ist. Die Technologie könnte bei konsequenter Weiterentwicklung die Zukunft der Projektionstechnik darstellen.


Fairylight Femtosekundenlaser
Foto: Yoichi Ochiai/University of Tsukuba

Aerial Burton erreicht beeindruckende Ergebnisse

Nicht nur, dass die Projektionen praktisch direkt in der Luft aus dem Nichts entstehen, sie können tatsächlich berührt werden und bieten die Möglichkeit zur Interaktion. Auch wenn die entstehenden Projektionen noch relativ einfach sind, erinnert die Technologie fast ein bisschen an die Hologramme aus Star Trek.


Im dem Magazin [Spectrum] beschreiben die Entwickler ihr Projekt: “Our system has the unique characteristic that the plasma is touchable. It was found that the contact between plasma and a finger causes a brighter light. This effect can be used as a cue of the contact. One possible control is touch interaction in which floating images change when touched by a user. The other is damage reduction. For safety, the plasma voxels are shut off within a single frame (17 ms = 1/60 s) when users touch the voxels. This is sufficiently less than the harmful exposure time (2,000 ms).

Femtosekundenlaser sorgt für sichere Projektionen

Es dauerte mehrere Jahre, bis es den Forschern gelang, ihrer Erfindung das sichere Interaktionselement hinzuzufügen. Der entscheidende Faktor war die Verwendung von sogenannten Femtosekundenlasern, bei denen die Dauer der Lichtimpulse im Femtosekundenbereich (1 fs = 10^–15 s) liegt. Durch die kurze Impulsdauer ist es nun möglich, völlig sicher durch die Bilder hindurchzugehen Dennoch bieten die Projektionen ein haptisches Feedback bei Berührungen.

Okay, von den Hologrammen aus Star Trek sind die Ergebnisse noch ein wenig entfernt. Vorerst denken die Erfinder im kleinen (und vielleicht auch erst einmal praktikableren) Rahmen: Sie sehen mögliche Einsatzgebiete für ihre Technologie in interaktiven Bedienelementen und Notfallprojektionen, die im Falle von Naturkatastrophen Hinweise und Warnungen in die Luft projizieren.

Das Projekt im Video

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.