Die Volksrepublik China will das Weltall als Energielieferant erschließen, die Millionenmetropole Chongqing dient aktuell als Basislager für entsprechende Forschungen. Dort entsteht gerade das erste experimentelle Solarkraftwerk, das seine Heimat nicht auf irdischem Boden haben wird. Für 2050 ist sogar bereits eine Gigawatt-Anlage in Planung.


Gemeinfrei, Link Die Sonne ist ein gigantisches Kraftwerk, das alle Vorstellungskraft sprengt

Das Ziel: Die Leistung eines Kernkraftwerks erreichen

Die erste Projektphase sieht vor, von 2021 an erste kleinere Kraftwerke in der Stratosphäre zu abzusetzen, bis 2025 sollen diese schon etwas größer werden. 2030 folgt dann der nächste Meilenstein mit einem Megawatt-Kraftwerk in ungefähr 36.000 Kilometern Höhe – wenn denn alles gut geht. ___STEADY_PAYWALL___ Die Anlage soll um die Erde kreisen und ihre erzeugte Energie per Mikrowellen oder Laserstrahlen hinabsenden. Für 2050 peilen die Chinesen als krönenden Abschluss eine Leistung auf Kernkraftwerkniveau an.

1000 Tonnen Baumaterial pro Weltraum-Kraftwerk

Der chinesische Wissenschaftler Pang Zhihao, der an der China Academy of Space Technology beschäftigt ist, freut sich bereits auf die »unerschöpfliche Quelle sauberer Energie«. Im Weltraum wird es niemals Nacht und es gibt auch keine Jahreszeiten, die der Stromerzeugung einen Dämpfer versetzen. Auch könnte die Energie nicht nur für Elektroautos, Serveranlagen und Fabriken, sondern auch direkt für Weltraummissionen genutzt werden. Allerdings sind ungefähr 1000 Tonnen Baumaterial vonnöten, um ein einziges Kraftwerk zu errichten, sodass Pang und sein Team nun die Idee verfolgen, erdnahe Asteroiden zum Rohstoffabbau zu nutzen. Eventuell helfen Roboter und 3-D-Drucker bei der zügigen Errichtung. Zudem werden Überlegungen getätigt, Hilfsmittel zum Bau der Solarkollektoren auf den Mond zu befördern, um auf die vor Ort zur Verfügung stehenden Ressourcen zurückgreifen zu können.


Unterwegs kann es noch einige Überraschungen geben

Weltraum-Solarkraftwerke benötigen natürlich auch eine regelmäßige Wartung und sie halten aufgrund der widrigen Bedingungen nicht ganz so lange wie auf der Erde. Zugleich muss es auf der Erde ein ganzes Netzwerk riesiger Energie-Empfangsanlagen geben, um sämtlichen Strom aufzunehmen und weder Mensch noch Tier in Gefahr zu bringen. Das alles hat noch nie jemand erprobt, es kann unterwegs also noch ein paar Überraschungen geben. Immerhin würden die Empfangsanlagen weniger Platz für sich beanspruchen als erdgebundene Solaranlagen, die eine vergleichbare Leistung bringen.

Quelle: n-tv.de

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