Für gewöhnlich schafft es der kleine US-Bundesstaat Iowa mit einer Bevölkerung von rund drei Millionen nur alle vier Jahre in die internationalen Schlagzeilen. Denn dann beginnen dort traditionell die Vorwahlen der US-Präsidentschaftswahlen. Inzwischen hat Iowa sich aber auch einen Namen im Bereich der Erneuerbaren Energien gemacht. So sind in dem Bundesstaat mittlerweile 3.719 Windräder mit einer Kapazität von 6.365 Megawatt installiert. Landesweit liegt man damit aktuell auf dem zweiten Platz und wird nur von Texas übertroffen. Nun soll die Windkraft zudem noch einmal massiv ausgebaut werden. So haben die Behörden die Genehmigung für den Bau von 1.000 weiteren Windrädern erteilt. Nach Fertigstellung des Projekts sollen dann insgesamt 2,4 Millionen Haushalte mit sauberem Strom aus Windkraft versorgt werden können.


Die Erneuerbaren Energien schaffen auch Arbeitsplätze

Der geplante Windpark trägt dabei den Namen Projekt Wind XI und soll insgesamt 3,6 Milliarden Dollar kosten. „Die Windenergie hilft uns, die Preise stabil zu halten und für den Kunden erschwinglicher zu gestalten, schafft Jobs und ökonomische Vorteile für die Bevölkerung und den Bundesstaat und trägt zu einer saubereren Umwelt für jeden bei“, erklärte Bill Fehrman, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns MidAmerican Energy. Schon heute sind dabei in Iowa durch die Windindustrie rund 6.000 Arbeitsplätze entstanden. Durch den nun geplanten massiven Ausbau dürfte dieser Wert zudem noch einmal deutlich ansteigen.


Bis zum Jahr 2030 soll die Windkraft massiv ausgebaut werden

Die Vereinigten Staaten waren lange Zeit eher zurückhaltend beim Ausbau der Erneuerbaren Energien. In den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich allerdings bereits einiges getan. So sind in den USA inzwischen mehr als 50.000 Windräder in Betrieb. Diese sind damit nach der Wasserkraft bereits die zweitgrößte nachhaltige Energiequelle in den USA. Einige Bundesstaaten forcieren zudem den Ausbau von Offshore-Windparks. So wurde in diesem Jahr der landesweit erste Windpark im Meer vor der Küste Rhode Islands fertig gestellt. In Kalifornien ist zudem der Bau des größten schwimmenden Windparks der Welt geplant. Mit solchen und ähnlichen Projekten soll der Anteil der Windenergie am Gesamtverbrauch in den USA bis zum Jahr 2030 auf dreißig Prozent steigen – so zumindest der Plan der Obama-Regierung.

Via: Inhabitat

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