Die Luft in unseren Städten soll sauberer werden! So finden es jedenfalls viele Einwohner, die ihren Gesundheitsschutz ganz zu Recht an erster Stelle sehen. Aber auch die vielen Staus und der kaum jemals verhallende Autolärm trägt nicht eben zur Lebensqualität in den größeren Kommunen bei, darum gilt es, praktikable Lösungen zu finden. Eine davon: der kostenlose Nahverkehr.


Ab nächstes Jahr „City-Zone“ in Augsburg

Natürlich hat diese Idee auch in Deutschland bereits die Runde gemacht, doch den meisten Städten erscheint die Realisierung noch zu teuer. Augsburg möchte ab dem nächsten Jahr eine sogenannte „City-Zone“ in der innersten Innenstadt einrichten, die gratis mit Bussen befahrbar sein soll. Es handelt sich jedoch nur um insgesamt 8 Haltestellen, der Rest des öffentlichen Nahverkehrs bleibt kostenpflichtig.


Die Auslastung der Busse stieg in der Testphase um 60 %

Das nordfranzösische Dünkirchen gibt sich an dieser Stelle sehr viel radikaler: Ab diesen Monat ist dort der gesamte städtische Nahverkehr gebührenfrei, damit die Leute endlich wieder mehr Bus fahren. Vorangegangen sind einige Probetage an Wochenenden, die Auslastung der Busse steig dabei um bis zu 60 %. Entsprechend weniger Menschen fuhren mit dem Auto durch die Stadt: ein überzeugendes Ergebnis, das schlussendlich zu einer starken Entscheidung führte. Im Ballungsraum nahe der belgischen Grenze leben etwa 200.000 Menschen, vergleichbar etwa mit Mainz, Kassel oder Lübeck. Aber auch andere Gemeinden in Frankreich weisen aktuell eine ähnliche Marschrichtung auf, in Paris ist beispielswiese an Smog-Tagen die Metro kostenlos nutzbar.

In Tübingen dürfen Fahrgäste samstags kostenlos fahren

In Deutschland läuft ein Modellstadtprojekt mit fünf Teilnehmern: Herrenberg, Reutlingen, Mannheim, Essen und Bonn. Zu Anfang sollten auch hier die Öffis komplett gratis werden, doch mittlerweile hat sich diese Idee verflüchtigt. In Tübingen dürfen Fahrgäste vorerst samstags kostenlos fahren, doch vielleicht nicht für immer:  Eine Erfolgsüberprüfung steht noch aus, dann werden die Karten neu gemischt. Sind die Franzosen etwa mutiger als wir?

Quelle: faz.net

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1 Kommentar

  1. Matthias Paschke

    30. September 2018 at 14:43

    Alleine die deutschen Boom-Towns wie Frankfurt am Main, Hamburg, München oder auch Berlin könnten sich ein Beispiel nehmen und so ihre Attraktivität weiter erhöhen. Geld im Stadtsäckel sollte dort genügend sein.

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