Auf einem Teil der A9 in Bayern sind bereits seit einiger Zeit autonom fahrende Autos und LKWs unterwegs. Bisher kam es dabei nicht zu größeren Problemen, weshalb Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit diesem ersten Feldversuch sehr zufrieden ist . Nun möchte er die Technologie allerdings vor eine deutlich größere Herausforderung stellen: Die nächsten Teststrecken werden auf Landstraßen und im Stadtverkehr eingerichtet. Dort müssen die autonom fahrenden Fahrzeuge dann unter Beweis stellen, dass sie auch in eher unübersichtlichen Situationen den Überblick behalten. Insgesamt wird die Bundesregierung 80 Millionen Euro investieren, um entsprechende Teststrecken in Hamburg, Berlin, Braunschweig, Dresden, Düsseldorf, Ingolstadt und München zu realisieren.


Teslas Autopilot wird vom Kraftfahrt-Bundesamt kritisch gesehen

Wichtigstes technisches Detail dabei: Die autonom fahrenden Fahrzeuge werden mit einem intelligenten Aufzeichnungssystem ausgestattet. Ähnlich wie bei einer Blackbox im Flugzeug soll es so möglich sein, im Falle eines Unfalls, an die zur Analyse benötigten Daten zu gelangen. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat unterdessen den Elektroautohersteller Tesla aufgefordert, seinen „Autopiloten“ umzubenennen. Der Begriff erwecke den Anschein, es handele sich bereits um ein selbstfahrendes Auto – tatsächlich sei es aber nur ein Assistenzsystem, das den Fahrer unterstützt, so die Beamten. In den USA kam es tatsächlich bereits zu tödlichen Unfällen mit unaufmerksamen Fahrern im Autopilot. Tesla allerdings widersprach dem Vorwurf der Irreführung und will den Namen zunächst beibehalten.


In Singapur sind bereits autonome Taxis im Straßenverkehr unterwegs

In Singapur wiederum lassen sich autonome Fahrzeuge bereits seit einigen Wochen im Stadtverkehr beobachten. Dort ist eine ganze Flotte an selbstfahrenden Taxis unterwegs. Auch dabei kam es nun allerdings zu einem ersten Unfall. Eines der Taxis stieß mit einem Bus zusammen – glücklicherweise entstand dabei aber nur ein Blechschaden. Über die Schuldfrage ist bisher noch nichts bekannt. Erfahrungen des Internetkonzerns Google zeigen aber, dass Unfälle mit autonomen Fahrzeugen vergleichsweise selten sind – und dann in der Regel durch Fehler menschlicher Autofahrer verursacht wurden. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend auch auf den neuen Teststrecken in Deutschland beobachten lassen wird.

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