Murat Akbulut ist in erster Linie ein Tüftler. Mit viel Akribie entwickelte er den sogenannten Popcornloop. Dabei handelt es sich um einen Topfeinsatz, mit dem Popcorn produziert werden kann, das mindestens so gut wie im Kino schmecken soll. Doch bei der Vermarktung des Produkts kam es von Beginn an zu Problemen. Akbulut vertraute auf die falschen Leute und hatte schließlich nur noch eine Chance: In der Höhle der Löwen musste er einen Investor gewinnen, um frisches Kapital zu erhalten. Tatsächlich konnte er dort mit Judith Williams und Vural Öger zwei erfahrene Unternehmer für seine Firma begeistern. Gemeinsam investierten die beiden 80.000 Euro. Doch nun ist das Geld aufgebraucht und die Popcornloop GmbH musste Insolvenz anmelden.


Popcornloop

Lange galt der Popcornloop als Erfolgsgeschichte

Dieser Schritt kommt doch einigermaßen überraschend. Denn noch in der letzten Staffel der Höhle der Löwen wurde der Popcornloop als Erfolgsgeschichte präsentiert. Zwar war Vural Öger da schon nicht mehr an dem Unternehmen beteiligt. Das dürfte aber vor allem an dessen eigenen finanziellen Problemen gelegen haben. Gemeinsam mit Judith Williams war es Akbulut nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelungen, einen Hersteller zu finden, der das Produkt in der gewünschten Qualität liefern konnte. Auch die Markteinführung und der Vertrieb über Online-Shops, das Teleshopping und den Einzelhandel lief erfolgreich an. Williams war sogar bereit weiter in das Unternehmen zu investieren und hielt am Ende – gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Georg Kofler – achtzig Prozent an der GmbH. Doch nun hat erst einmal Insolvenzverwalterin Dr. Elske Fehl-Weileder das Sagen bei dem Startup.

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Zuletzt aktualisiert am 12.12.2018

Die Kosten sind zu schnell gestiegen

Ihr erstes Statement lässt bereit erahnen, woran die Firma letztlich gescheitert ist. Demnach waren „Umsatzrückgänge und Investitionen“ der Grund für die Zahlungsunfähigkeit. Oder anders ausgedrückt: Die Kosten sind zu schnell gestiegen und konnten nicht mehr aus dem laufenden Geschäft gedeckt werden. Ein bisschen Hoffnung gibt es allerdings noch für den Popcornloop. Denn zunächst sollen Vertrieb und Produktion normal weiterlaufen. Das Gehalt der Mitarbeiter wird für drei Monate durch das staatliche Insolvenzgeld gedeckt. Diese Zeit will die Insolvenzverwalterin nutzen, um einen neuen Investor zu finden. Helfen könnte dabei nicht zuletzt der Auftritt in der Höhle der Löwen: Mögliche Käufer werden vor allem mit dem Hinweis auf die hohe Bekanntheit der Marke umworben.


Via: Schultze & Braun

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