Im Falle von sich schnell verbreitenden Viruserkrankungen wie etwa der Grippe können Gesundheitsbehörden umso schneller reagieren, je früher die Erkrankung erkannt wird. Vor diesem Hintergrund verfolgen Wissenschaftler der Stanford University eine ungewöhnliche Idee: Sie wollen Abwasser in großen Städten analysieren, um so auftretende Viruserkrankungen früher erkennen zu können.


Foto:  Trout Run Sewage Treatment Plant, Montgomery County Planning Commission, Flickr, CC BY-SA 2.0
Foto: Trout Run Sewage Treatment Plant, Montgomery County Planning Commission, Flickr, CC BY-SA 2.0

Virus-DNA im Abwasser warnt vor Ausbrüchen

Die Forscher regen an, dass Communities das Abwasser auf in der Flüssigkeit auftretende DNA von Viren untersuchen. Sollte sich die DNA-Konzentration wesentlich erhöhen, so wäre dies als Hinweis auf einen beginnenden Ausbruch der jeweiligen Krankheit zu werten. Der Clou daran: Die meisten Menschen beginnen im Falle einer Virusinfektion den betreffenden Virus sehr früh über den Urin auszuscheiden. Erkrankungen könnten so erkannt werden, bevor die Menschen beginnen, in größeren Zahlen ärztliche Hilfe zu suchen.

Das Team rund um Prof Craig Criddle möchte mit verschiedenen Versuchsreihen herausfinden, ob ein derartiges Programm wirtschaftlich vertretbar wäre. Dazu wollen sie die Abwässer von etwa 7000 Menschen in Stanford untersuchen.


Tageszeit und Verdünnung müssen beachtet werden

Um zu verwertbaren Ergebnissen zu kommen, werden die Forscher aber noch das ein oder andere Hindernis umschiffen müssen. Beispielsweise wird die Menge an Abwasser sich abhängig von der Tageszeit unterscheiden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Proben in gleichem Abstand zur Kläranlage genommen bzw. die unterschiedliche Verdünnung bei der Analyse der Abwasser beachtet werden.

Criddle und sein Team glauben dennoch daran, dass sich ihre Methode durch die Proof-of-Concept-Tests als erfolgsversprechend herausstellen werden.

We can understand things that are happening to the community and take measures to address those concerns, whatever they may be, in a more timely way than would have been possible otherwise„, so der Teamleiter.

via NewAtlas.com

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