Innerhalb des EU-Parlaments werden aktuell Punkte diskutiert, die aus einem Science-Fiction-Streifen stammen könnten. Konkret geht es um die Rechte und Pflichten, die Roboter in Zukunft eingeräumt werden sollen. Dem Rechtsausschuss geht es dabei um eine strengere Regulierung intelligenter Maschinen. Bei der Herausarbeitung einer neuen Rechte-Charta sollen auch ethische Grundprinzipien stets mit berücksichtigt werden. Auch soll eine neue EU-Behörde geschaffen werden, die sich in Zukunft ausschließlich mit den Themen Roboter und Künstliche Intelligenzen beschäftigen soll.


Lernroboter
Roboter lernt Kindern das Schreiben

Rechte-Charta für geistiges Eigentum, Unfälle von autonomen Autos und mehr

Roboter ziehen im Rahmen der Automatisierungswelle in immer mehr Bereiche ein. Schon längst werden die automatischen Systeme nicht mehr nur im produzierenden Konsumgüter-Sektor eingesetzt. Es bedarf also zunehmend auch Regelungen für KIs und Roboter. So soll die neue Rechte-Charta auch die Frage klären, wie es um das von Robotern geschaffene geistige Eigentum steht. Verweilt dieses beim Besitzer? Was ist wenn der Roboter verkauft wird? Diese und auch Haftungsfragen bei Unfällen, die durch autonome Roboterautos verursacht werden, sollen geklärt werden. Dem aktuellen Report kann auch entnommen werden, dass die neuen Definitionen und Richtlinien für selbstfahrende Autos international Geltung erlangen sollen.

Als kleines Problemfeld stellt das geistige Eigentum dar. Sollte eine sich im Besitz eines Menschen befindliche Maschine etwas erschaffen, dann ist fraglich, wem das dann konkret gehört.


Roboter sollen zuerst den Menschen schützen

Der Bericht geht auch auf Ethikregeln für Cyborgs ein. Umfasst sind zudem, neben den selbstfahrenden Autos, Pflegeroboter und Drohnen. Es ist also durchaus möglich, dass schon bald eine Art europaweit funktionierende obligatorische Haftpflichtversicherung realisiert werden könnte. Hat sich das EU-Parlament mit dem Bericht auseinandergesetzt, geht es dann erstmal weiter zur Kommission. In Sack und Tüten ist bisher noch nichts, aber es ist schon einmal gut, dass darüber geredet wird.

Nao oboter
Bildungsroboter Nao (Bild: Nao)

Ganz spannend ist auch, dass der Bericht Isaac Asimovs „Gesetze der Robotik“ erwähnt. Dieses fand erstmalige Erwähnung in der Kurzgeschichte „Runabout“ von 1943. Die Kerngedanken machen ein dreistufiges Prioritäten-System, bezugnehmend auf die Grundethik von Robotern, aus. An erster Stelle steht dabei der Schutz der Menschen. Gefolgt vom Gehorsam gegenüber Menschen und letztlich sollte dann noch der Schutz der eigenen Existenz gewahrt werden. Entwickler von Maschinen sind verpflichtet diese Grundregeln zu beachten. Und das so lange, bis Maschinen ein eigenes Bewusstsein entwickeln.

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