Generationen von Kindern haben mit den kleinen Legosteinen ihre ersten Erfahrungen als Baumeister gesammelt. Zwar hat Lego im Laufe der Jahre immer neue Produkte auf den Markt gebracht, der kleine Legostein blieb aber unverändert. Selbst die ersten Legosteine aus dem Jahr 1949 lassen sich bis heute problemlos mit neu zugekauften Steinen zu einem neuen Bauwerk zusammensetzen. Jetzt aber hat Lego eigens ein Entwicklungslabor geschaffen, dass sich ausschließlich mit der Zukunft des Legosteins beschäftigt. Einziger Auftrag für die Forscher: Einen Ersatz für das bei der Produktion der Steine verwendete Plastik zu finden.


Legosteine ab 2030 ohne Plastik

Das neu gegründete „LEGO Sustainable Materials Centre“ soll dabei mit 100 Mitarbeitern besetzt werden und erhält innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre ein Budget von mehr als 100 Millionen Euro. Spätestens ab dem Jahr 2030 will das Unternehmen dann in der Lage sein, die berühmten Steine auch ohne Plastik zu produzieren – und ohne Abstriche bei der Qualität machen zu müssen. „Wir haben schon vorher wichtige Schritte unternommen, um unseren CO2-Fußabdruck zu verringern und einen positiven Einfluss auf den Planeten zu haben, indem wir die Größe der Verpackungen reduziert haben, FSC zertifizierte Verpackungen eingeführt haben und durch unsere Investments in Windfarmen. Nun forcieren wir unseren Fokus auf das Material“, orndet Jørgen Vig Knudstorp, Vorsitzender der Lego Group, das Investment in einen Gesamtkontext ein.


Mehr als 6000 Tonnen Plastik werden pro Jahr verarbeitet

Sollten sich die Forschungen als erfolgreich erweisen, ließe sich in der Tat eine enorme Menge an Plastik einsparen. So produzierte der Konzern alleine im Jahr 2014 60 Milliarden Legosteine und verbrauchte dabei 6000 Tonnen Plastik. Zudem ist klar: Findet der Konzern eine Alternative, die weniger Umweltschäden verursacht, aber ähnliche Eigenschaften wie Plastik besitzt, wird diese Erfindung auch für andere Unternehmen von Interesse sein. Auf lange Sicht könnte dann der weltweite Plastikverbrauch signifikant sinken.

Quelle: Lego Group

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