Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, die den anthropologischen, also menschengemachten, Klimawandel dokumentieren. Politische Maßnahmen gegen den Klimawandel basieren größtenteils auf diesen wissenschaftlichen Konsens. Dabei sind vor allem die Verträge von Paris zu nennen, die 2015 beschlossen und 2016 unterzeichnet wurden und dem Klimawandel Einhalt gebieten sollen. Nun gibt es eine neue Studie, die darlegt, was die Menschheit tun muss, um den Klimawandel noch aufzuhalten.


Windenergie Windräder
Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ein Plan für die Zukunft

Die Pariser Klimaverträge wurden bereits bei 143 von den 197 teilnehmenden Ländern unterschrieben. Das Ziel der Verträge ist es, die Präsenz von CO² und anderen Klimagasen in der Atmosphäre zu vermindern – was dringend nötig ist. Die Verträge sehen von, dass die durchschnittliche Temperatur weltweit nicht auf mehr als 2 Grad als zu präindustriellen Zeiten steigen darf. Wie diese Ziele erreicht werden, bleibt aber den einzelnen Ländern überlassen. Und hier setzt die neue Studie an, die vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) veröffentlicht wurde.

Die Forscher rund um den Weltbank-Verater Brian Walsh haben ein globales Modell des Kohlenstoffdioxidsystems genutzt, das sowohl die natürlichen als auch die anthropogenen Kohlenstoffdioxidaufnahme und -abgabe überwacht. „This study gives a broad accounting of the carbon dioxide in our atmosphere, where it comes from, and where it goes. We take into account not just emissions from fossil fuels, but also agriculture, land use, food production, bioenergy, and carbon uptake by natural ecosystems“, so Walsh.


Drastische Maßnahmen

Die Untersuchungen zeigten, dass der weltweite Energiebedarf bis 2100 nur noch zu 25 Prozent aus fossilen Energieträgern befriedigt werden darf. Es reicht jedoch auch nicht, lediglich die Klimagas-Emissionen zu senken. Zusätzlich müssen Kohlenstoffsenken wie etwa Wälder, geschützt und erhalten werden, damit diese weiter Kohlenstoffdioxid absorbieren können. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich die Nutzung von Land drastisch verändern muss, um die Emissionen bis Ende des Jahrhunderts auf 45 Prozent ihres jetzigen Wertes zu senken.

Um dies zu erreichen, müssen die verschiedenen Nationen zusammenarbeiten. Nur so kann es gelingen, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken und die Landnutzung umzugestalten. Wenn uns dies gelänge, so die Forscher, wäre es durchaus möglich, die anthropogenen Emissionen bis 2040 auf 0 zu senken und die ambitionierten Ziele der Pariser Verträge einzuhalten.

Die Forscher untersuchten mehrere Szenarien, wie sich das globale Energieprofil bis 2100 entwickeln und auf die Klimagas-Emissionen auswirken würde. Am erfolgsversprechendsten ist dabei ein Szenario, bei dem die Nutzung erneuerbarer Energien weltweit pro Jahr um 5 Prozent zunimmt. Damit wäre es möglich, dass die Emissionen ab 2022 zurückgehen würden. Aber selbst dieses Szenario müsste noch mit Technologien für negative Emissionen ergänzt werden, damit die Ziele der Pariser Verträge eingehalten werden können.

via Futurism.com

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