Cord App
Die beiden ehemaligen Google Mitarbeiter Thomas Gayno und Jeff Baxter haben mit der kostenlosen App „Cord“ eine Anwendung erschaffen, die Smartphone Nutzer wieder mehr zum Sprechen animieren soll. Multimessenger wie WhatsApp oder der Facebook Messanger oder iMessages sind das Kommunikationsmittel schlechthin. Bevor der aktive Smartphone Nutzer einen Anruf startet, wird zunächst eine Nachricht abgetippt oder fix ein Bild verschickt. Parallel dazu entwickelt sich aber auch der Trend in Richtung Sprachnachrichten. Bei WhatsApp beispielsweise setzen einige bereits vermehrt auf das Versenden von Sprachnachrichten. Schließlich kann man hier in kürzerer Zeit viel mehr mitteilen oder den Gegenüber mit einem unterhaltsamen Liedchen aufmuntern. Und genau an diesem Punkt setzen Thomas Gayno und Jeff Baxter mit Cord an.


Cord konzentriert sich auf das Wesentliche

Auf einer einfachen Oberfläche sind die Gesichter der Freunde abgelegt. Mit einem simplen Tap auf den Kontakt kann man eine 12 Sekunden lange Audio-Nachricht verschicken. Diese steht dann bei dem Empfänger zum Abruf bereit. Der Freund wiederum kann auf die Nachricht ebenfalls mit einem einfachen Tap reagieren. Es sind auch mehrere Mitteilungen hintereinander möglich, was entsprechend durch Zahlen zum Ausdruck gebracht wird. Nun fragt man sich jedoch, warum die Personen dann nicht gleich miteinander telefonieren? Das wäre doch viel sinnvoller und effektiver oder? Im Normalfall, also wenn beide Kontakte verfügbar sind, ist das durchaus ein KO-Kriterium für Cord. Die Stärken des neuen Voice-Messengers liegen jedoch darin Mitteilungen zu versenden, die auch später abgehört werden können. Im Grunde genommen ist Cord ein herausgelöstes und deutlich schickeres Messaging-Feature, welches wir von WhatsApp und Co bereits kennen. Cord konzentriert sich allerdings nur auf die wesentliche Sache, nämlich qualitativ hochwertige Audio-Nachrichten zu versenden. Diesen Trumpf wollen die Macher der App auch in Zukunft weiter ausspielen.

Apple wird mit dem neuen iOS 8 ebenfalls eine Voice-Mail-Funktion mit integrieren. Eine Gefahr für Cord soll das neue Feature aber nicht darstellen, so die Entwickler. Schließlich bietet Apple dieses Feature neben vielen weiteren Funktionen an, so dass qualitative Abstriche in Kauf genommen werden müssen.


Cord App

Stellt Cord Tastaturen langfristig ins Abseits?

Jeff Baxter ist fest davon überzeugt, dass die connected devices in Zukunft sogar gänzlich ohne Tastaturen auskommen werden. Audio-Nachrichten laufen schließlich jetzt schon dem gewöhnlichen Type- in von Textnachrichten den Rang ab. Cord ist bereits im amerikanischen App Store als App für das iPhone und iPad verfügbar. Es wird nicht mehr lange dauern, bis man auch hierzulande auf die neue App zurückgreifen und diese  ausprobieren kann. Eine Android-Version ist ebenfalls geplant. Die Nutzer von Cord sind vor allem von der guten Audio-Qualität der Sprachnachrichten angetan und greifen vermehrt auf die Anwendung zurück. Selbst im 3G Netz lassen sich die Nachrichten zügig versenden.

Cord könnte in naher Zukunft auch als Schnittstelle zwischen verschiedenen Systemen fungieren. Jeff Baxter kann sich dabei gut vorstellen, dass Cord eines Tages sogar auch als eine Art Vermittler zwischen dem Apple iPhone und einer Android Smartwatch fungieren könnte. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ob die beiden Entwickler es schaffen, dass in Zukunft wieder mehr mit dem Smartphone gesprochen wird bleibt jedoch abzuwarten. Die Resonanz im Hinblick auf Cord ist bisher jedoch ausschließlich positiver Natur.

Quelle: The Verge

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