Screenshot uriminzok auf Twitter
Screenshot uriminzok auf Twitter

Twitter und Youtube sollen ab sofort auch als Propagandamaschinerie für Kim Yong Il und sein Militärregime genutzt werden. Unter dem Account uriminzok verbreitet man Propaganda Parolen. Einer der ersten Einträge in dem Twitter Account war der, das man ein Dementi an die USA und Südkorea ausgab weil diese Nordkorea als verantwortliche für den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes angaben. Startete der Twitter Account Nordkoreas mit dem Namen @uriminzok noch mit nur wenigen Usern, sind es jetzt schon annähernd 5000 Twitter Follower, die der Propagandaseite folgen. Angesichts dessen, das Nordkoreas Bevölkerung so gut wie keine Zugangsmöglichkeiten zum Internet hat, sind dies schon erstaunliche Zahlen. Auch Youtube wird von Kim Yong Il genutzt, um seine Propagandavideos zu publizieren. Hier ist es der Youtube Kanal uriminzokkiri auf dem die Propaganda Filmchen zu finden sind. Somit folgt Nordkorea einem Trend, dem auch weitere autoritäre Staaten folgen. Sie nutzen das Informationszeitalter, um ihre Propaganda in die Welt hinauszutragen.


Wenn die Bevölkerung Nordkoreas jedoch selbst das Internet nutzen möchte, kann es dieses nur in einigen wenigen Internetcafés. Hier kostet eine Stunde Zugriff, auf ein durch die Regierung kontrolliertes Intranet in etwa einen halben Monatslohn. So sind die Auftritte Nordkoreas im Internet wohl eher als Möglichkeit zu sehen, die Anschauung ihres eigenen Landes in der Weltöffentlichkeit in ein anderes Licht zu rücken. Ob dieses jedoch gelingt, ist wohl mehr als fraglich. Hier kann man eines der Nordkoreanischen Propaganda Videos betrachten.


Zumal in den bisherigen Twitternachrichten eher mit schweren Hieben gegen die USA, die beispielsweise als Kriegstreiber und Hetzer tituliert wurden, gewettert wurde. Auch in weiteren Nachrichten wurde die USA angegriffen. Da auch weitere Regime wie Kairo, Peking und Teheran soziale Netzwerke nutzen, steht zu befürchten, dass die sozialen Netzwerke wie Twitter, das schon einmal wegen Unruhen im Iran ein Update verschob und Facebook, für Ihre staatliche Propaganda missbrauchen werden. Zu den mehr als 500 Millionen Facebook Nutzern gehören bereits einige der Staaten. In Südkorea wurde auf den Twitter Auftritt Nordkoreas reagiert. Hier hat man die uriminzok Seite von Twitter blockiert und mit einer Warnung versehen, die da lautet, „Unerlaubter Inhalt“. Ob dieser Trend sich als positiv betrachten lässt, ist dabei sehr fraglich.
via spiegel.de

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

1 Kommentar

  1. Maba

    16. Januar 2014 at 15:23

    Ist nicht schon das Verbot der Twitterseite Zensur? Genauso wie Nordkorea westliche „Propaganda“ verbietet, verbieten wir ihre – ohne uns auf das gleiche Nivea zu stellen, nähert man sich hinsichtlich der Pressefreiheit da wohl an. Es ist das selbe wie das Verbot der NPD, die ja im Grunde dazu da ist, einen gewissen Bevölkerungsanteil zu vertreten, auch wenn dieser nicht der Norm entspricht. Solange niemand zu Schaden kommt, sollte alles egal sein. Politische Meinungen sollten nicht verboten werden, wobei das bei Extremisten ohnehin keinerlei Sinn hat…. . Ansonsten befindet man sich wieder bei der Zensur.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.