1971 verabschiedete der US-Kongress den „Wild and Free-Roaming Horses and Burros Act“. Seitdem genießen wilde Pferde und Esel einen besonderen Schutz und dürfen nicht geschlachtet werden. Die Folge: Die Population hat so stark zugenommen, dass das Gesetz nun Opfer seines eigenen Erfolges werden könnte. Denn von den insgesamt 75.000 Wildpferden in den Vereinigten Staaten leben die meisten auf öffentlichen Ländereien. Für ihre Betreuung muss daher der Steuerzahler aufkommen. Teilweise werden die Tiere auch in sogenannten „Holding Areas“ gehalten, um die weitere Ausbreitung zu kontrollieren. Allein diese Maßnahme kostet jährlich rund 50 Millionen Dollar. Nun hat das „Bureau of Land Management“ daher einen ungewöhnlichen Vorschlag präsentiert: Eine Art Kaufprämie für Wildpferde.


Die Behörden wollten auch schon Tiere gezielt schlachten

Wer sich nämlich entschließt, eines der Tiere zu übernehmen und privat zu versorgen, erhält einen zweistufigen Zuschuss in Höhe von jeweils 500 Euro. Insgesamt können potentielle Pferdebesitzer somit 1.000 Dollar kassieren. In der Vergangenheit hatte die Behörde noch eine andere Lösung angestrebt. Damals sollten die Kosten durch eine Lockerung des Schlachtverbots reduziert werden. Tierschützer warnten allerdings davor, dass dies langfristig zum Aussterben der Wildpferde führen würde. Diese gelten aber in den Vereinigten Staaten als schützenswertes Symbol der Freiheit und der eigenen Geschichte. Daher soll nun gewissermaßen versucht werden, die Wildpferde zu privatisieren. Noch ist aber unklar, wie viele Bürger sich bereits für das Programm interessiert haben.


Tierschützer fordern mehr Freiheit für die Wildpferde

Der Ansatz erinnert allerdings ein wenig an einen Versuch in der US-Stadt Baltimore. Dort ging die örtliche Polizei gegen die zunehmende Verbreitung von Waffen vor, indem sie diese schlicht aufkaufte. Der Erfolg des Programms ist allerdings umstritten. Selbiges gilt auch für die Idee des „Bureau of Land Management“. Tierschützer erklären, dass die Behörde sich lieber wieder auf den Schutz der Tiere konzentrieren und weniger Wildpferde einfangen solle. Auch dies würde schon die Ausgaben verringern. Vertreter der Behörde verweisen allerdings darauf, dass in einigen Gebieten die Population bereits dreimal höher ist als es gut für das Land und die Tiere wäre. Daher müssten entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Kaufprämie für Privatleute ist ein Teil davon.

Via: Daily Mail

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