Allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen, gehört zu den großen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. In vielen Regionen ist dabei theoretisch ausreichend Süßwasser vorhanden, dieses ist aber so verschmutzt, dass es nicht gefahrenfrei getrunken werden kann. Bereits seit längerem gibt es daher Ansätze, in solchen Gebieten solarbetriebene Wasserreiniger zu installieren. So entwickelte eine MIT-Studentin einen Wasserfilter speziell für abgelegene Dörfer, der gleichzeitig auch den Salzgeschmack des Wassers reduzierte. Nun scheinen die Vereinten Nationen eine ähnliche Technik großflächig zum Einsatz bringen zu wollen. Bei der Firma Watersprint bestellte die UN jedenfalls fünfhundert tragbare und mit Sonnenenergie betriebene Wasserreiniger. Diese sollen nun im Land verteilt und getestet werden.


Auch Nobelpreisträger Muhammad Yunus nutzt den Wasserreiniger

Sauberes Trinkwasser ist in Bangladesch von großer Bedeutung, weil viele potentielle Trinkwasserquellen mit Arsen belastet sind. Die Watersprint-Reiniger sollen aber in der Lage sein, solche Verunreinigungen mit Hilfe von UV-LED-Technik zu beseitigen. Tagsüber wird ein Teil der Sonnenenergie zudem in einer Batterie gespeichert, so dass die Anlagen auch nachts betrieben werden können. Entwickelt wurden die Wasserreiniger von Kenneth M. Persson und Ola Hansson von der schwedischen Lund University. Neben den Vereinten Nationen konnten sie dabei noch einen weiteren prominenten Kunden von den Vorteilen ihrer Entwicklung überzeugen: Auch Nobelpreisträger Muhammad Yunus orderte zehn Exemplare.


Automatische Fehlererkennung informiert den Betreiber per SMS

Diese sollen dabei nicht nur gesundheitliche Schäden verhindern, sondern auch zu einer Einkommensquelle für die Dorfbewohner werden. Geplant ist nämlich die Wasserreiniger zentral zu betreiben und das saubere Wasser für eine geringe Gebühr zu verkaufen. Auf diese Weise hoffen Yunus und seine Organisation, Arbeitsplätze schaffen und Geld für öffentliche Aufgaben akquirieren zu können. Dass ein solcher Plan durchaus funktionieren kann, beweist seit einiger Zeit bereits ein mexikanisches Dorf, das ebenfalls einen Wasserfilter als Gemeinschaftsprojekt betreibt. Der Wasserreiniger von Watersprint verfügt zudem über eine automatische Fehlererkennung. Bei Problemen leuchtet nicht nur eine LED-Lampe auf, sondern der Betreiber erhält auch eine SMS.

Via: Treehugger

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