Indien hat immer wieder mit Stromausfällen zu kämpfen. Dies ist dabei zum einen für die Bevölkerung ärgerlich, hemmt zum anderen aber auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die indische Regierung verfolgt daher eine Doppelstrategie: Auf der einen Seite wurden Maßnahmen ergriffen, um den Stromverbrauch zu senken. So wurden beispielsweise alle Straßenlaternen mit energiesparenden LED-Leuchten ausgestattet. Gleichzeitig soll aber auch die Stromproduktion insgesamt massiv erhöht werden. Dabei besonders im Fokus: Die Erneuerbaren Energien – insbesondere die Solarenergie. So plant die Regierung bis zum Jahr 2022 Solaranlagen mit einer Kapazität von 100 GW in Betrieb zu nehmen. Zum Vergleich: 2014 gab es weltweit insgesamt 181 GW Leistung aus Sonnenenergie.


Die Solarenergie soll auch alte Kohlekraftwerke ersetzen

Bis zum Jahr 2030 möchte Indien den Anteil der Erneuerbaren Energien dann verdreifachen – auf immerhin vierzig Prozent. Der massive Ausbau könnte dabei nicht nur helfen, die Stromknappheit zu lindern, sondern würde auch dem Kkima zugute kommen. Denn aktuell setzt Indien noch vergleichsweise stark auf den Einsatz alter Kohlekraftwerke – die allerdings oftmals eine verheerende Umwelt- und Klimabilanz mit sich bringen. Aus diesem Grund wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Indien auch von der Weltgemeinschaft gefördert. So hat die Weltbank nun Kredite im Wert von einer Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt, um den Ausbau der Solarenergie zu finanzieren.


Stromleitungen sollen die Energie über das Land verteilen

Genutzt werden soll das Geld dabei nicht nur für den Bau neuer Anlagen, sondern auch für die Errichtung dazugehöriger Infrastruktur. So sollen beispielsweise auch Stromleitungen gebaut werden, um die Energie aus den besonders sonnenreichen Bundesstaaten über das ganze Land zu verteilen. Die Idee Schwellen- und Entwicklungsländer beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zu unterstützen, ist dabei nicht neu. Sie wurde aber im Rahmen des Weltklimavertrags von Paris erstmals global in Angriff genommen. So haben auch Deutschland und die USA bereits zugesagt, den Ausbau der Solarenergie in Indien finanziell zu unterstützen. Eine aus 120 Ländern bestehende Solar-Initiative hat sich zudem zum Ziel gesetzt in allen Schwellen- und Entwicklungsländern für eine stärkere Verbreitung der Sonnenenergie zu sorgen.

Via: Energy Matters

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