Die Spanische Grippe verbreitete zwischen 1918 und 1920 weltweit Angst und Schrecken. Letztlich fielen der Pandemie mehr als 50 Millionen Menschen zum Opfer. Damit starben an der Grippe rund doppelt so viele Menschen wie im 1. Weltkrieg. Besonders fatal: Es waren vor allem junge Erwachsene, die keine ausreichende Immunität besaßen. Seitdem kommt es zwar jedes Jahr zu kleineren Grippewellen. Doch eine weltweite und extrem gefährliche Pandemie hat es nicht mehr gegeben. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO warnen nun aber: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Welt wieder mit einer tödlichen Grippewelle konfrontiert sein wird. Ob dann allerdings wieder Millionen Tote zu beklagen sein werden, hängt vor allem davon ab, wie gut die Weltgemeinschaft im Fall der Fälle vorbereitet sein wird.


Neues Wundermittel gegen Grippe

Prävention und Vorbereitung sollen intensiviert werden

Die WHO hat daher nun eine neue Grippestrategie veröffentlicht. Ein zentraler Punkt ist eine internationale Datenbank, in der alle weltweiten Influenza-Fälle gesammelt werden. Dadurch sollen lokale Ausbrüche schneller erkannt werden, um so zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Gleichzeitig müssen die lokalen Gesundheitssysteme natürlich auch in die Lage versetzt werden, auf eine sich anbahnende Pandemie angemessen zu reagieren. Außerdem soll weltweit über präventive Maßnahmen informiert werden. Vielleicht am wichtigsten ist aber, dass die globalen Forschungsanstrengungen in den letzten Jahren bereits massiv erhöht wurden. Das Ziel: Ein universeller Impfstoff für alle Influenza-Viren. Die dafür getätigten Milliardeninvestitionen haben dafür gesorgt, dass so viele Forschungsteams wie nie zuvor daran arbeiten.


Weltweit wird intensiv an einer neuen Impfung gearbeitet

Auch bisher gibt es schon Grippeimpfstoffe. Diese sind aber jeweils nur gegen einzelne Influenzastämme wirksam. Ständige Mutationen sorgen dafür, dass jedes Jahr neue Wirkstoffe entwickelt werden müssen. Forscher müssen zudem voraussagen, welche Virenstämme im nächsten Jahr aktiv sein werden. Liegen sie daneben, ist die Wirkung der Impfung nicht so hoch wie erhofft. Diese Schwierigkeiten sollen durch einen universellen Impfstoff in Zukunft der Vergangenheit angehören. Davon würde die Welt nicht nur im Fall einer globalen Pandemie profitieren. Denn auch heute schon sterben jährlich bis zu 650.000 Menschen weltweit an den saisonalen Grippeausbrüchen – zumeist Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit einem ohnehin angegriffenen Immunsystem. Ein großflächig wirksamer Impfstoff könnte helfen, diese Zahl deutlich zu verringern.

Via: Spiegel

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