Auf der Messer “ars electronica” in Linz in Österreich setzt die Wissenschaft sich dieses Jahr mit der Mobilität der Zukunft auseinander. Anders als in vielen Science-Fiction-Filmen wird der Verkehr der Zukunft wohl eher nicht von fliegenden Autos geprägt sein. Eine große Bedeutung wird in Zukunft aber selbstfahrenden Autos zufallen.


Selbstfahrendes Google Auto
Autonomes Google Auto via Google

Kommunikation zwischen Mensch und Maschine

Der heutige Straßenverkehr setzt viel auf nonverbale Kommunikation. Wer an einem Zebrastreifen die Straße überqueren will, der nimmt Blickkontakt mit herannahenden Autos auf, um sich zu vergewissern, dass er gesehen wurde. Ähnlich soll es in Zukunft auch mit selbstfahrenden Autos funktionieren. Die Roboter sollen Fußgänger erkennen und mit einem visuellen Signal zeigen, dass sie diese “gesehen” haben. Möglicherweise sollen die Autos dann sogar anhalten und einen Zebrastreifen auf den Asphalt projizieren. Daimlers Zukunftsforscher Alexander Mankowsky bezeichnet diese Art der Kommunikation als “fundiertes Vertrauen”.

Auf der ars electronica wird ein friedliches Bild vom Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine gezeichnet, dass auf gemeinsamer Kommunikation fundiert. Außerdem sollen die Roboter-Autos die Interaktionen von Menschen erkennen und einordnen können. So soll ein Fußgänger, der einen Schritt auf die Fahrbahn zumacht, die Autos zum verlangsamen animieren. Menschen, die der Fahrbahn den Rücken zudrehen, signalisieren den Autos hingegen, dass der Verkehr ungehindert weiter fließen kann.


Mensch und Maschine teilen sich den Lebensraum

Die Frage, wie Menschen und Maschinen in Zukunft in riesigen Städten zusammen “leben” werden, ist auch eine wichtige Frage, mit der sich die Wissenschafts-Community auf der Messe beschäftigt. Statt streng getrennten Fortbewegungsarten sollen Mensch und Maschine sich den gleichen Raum teilen, ähnlich wie es in Ansätzen schon im niederländischen Groningen praktiziert wird, wo Kinder Fahrradfahrer und Autos sich den Platz auf der Straße teilen und der Spielplatz lediglich durch eine niedrige Absperrung geschützt wird.

Veränderter Verkehr stellt auch neue Anforderungen an die Autos selber. Die Fahrzeughülle muss gänzlich darauf ausgelegt werden, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Das autonome Fahren ist ein elementarer Bestandteil der Mobilität der Zukunft. Wie genau das ausgestaltet wird, wird sich noch zeigen.

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