Immer mehr Geräte im Haushalt kommen mit einer Anbindung ans Internet. Fing alles noch mit Receivern und TV-Geräten an, beschränkt sich diese Entwicklung schon lange nicht mehr auf Unterhaltungselektronik. Smart-Lamps wie Phillips Hue lassen sich über eine Smartphone-App steuern, und auch gewöhnliche Haushaltsgegenstände wie Kühlschrank oder Waschmaschine lassen sich inzwischen mit einer WLAN-Schnittstelle erwerben. Der Trend geht also eindeutig zum vernetzten Haushalt. Doch was nützt das dem Nutzer, wenn er am Ende vor einer Vielzahl an Apps steht, mit der er eine Vielzahl an Geräten zuhause steuern kann? Das Zauberwort, das die Zukunft des Smart-Homes beschreibt, muss daher Zentralisierung heißen.


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Zentralität: Das Smart-Home mit einer App bedienen

Die Entwickler von Sentri, einem Gerät, das dieses Jahr auf der CES vorgestellt wurde, haben den richtigen Gedanken gehabt. Die Vision vom komplett vernetzten Haushalt kann nur wahr werden, wenn am Ende nicht jeder dutzende Apps auf dem Smartphone hat, die nur dazu dienen, die Haushaltsgeräte zu bedienen.


Langfristig kann die Entwicklung von “smarten” Haushaltsgegenständen als Spielzeug zu einem ganz gewöhnlichen Alltagsgegenstand nur vollzogen werden, wenn es gelingt, alle Geräte unabhängig vom Hersteller unter eine App zu bringen.

Den Herstellern muss eine entsprechende Schnittstelle angeboten werden

Das derartige Projekte durchaus funktionieren können, zeigt momentan beispielsweise Microsoft – zumindest im Ansatz. Die Health-App des Unternehmens bietet den Herstellern von Wearables und ähnlichen Geräten eine Schnittstelle an, über die Daten in die App eingespeist werden können. Die App selber läuft dabei auf jedem mobilen OS.

Etwas ähnliches müsste auch für Smart-Home-Geräte geschaffen werden. Sentri verfolgt den richtigen Ansatz. Über das Gerät lassen sich beispielsweise das Thermostat Nest sowie die Hue-Lampen von Phillips ansprechen. Doch das Konzept geht einen Schritt zu weit. Was wir brauchen, ist keine eigene Hardware, sondern schlicht eine App mit einem für alle Hersteller nutzbares API.

Und natürlich den Willen der Hersteller, dieses dann auch zu nutzen. Sobald sich ein derartiges Konzept durchgesetzt hat, wird die Steuerung des vernetzten Haushalts zum Kinderspiel: Aus der U-Bahn heraus ließe sich dann mit nur einer App zu Hause das Licht programmieren, die Heizung aktivieren, die Waschmaschine eingeschaltet werden und der Inhalt des Kühlschranks zwecks der Erstellung einer Einkaufsliste abgefragt werden. Und so vieles mehr.

Noch ist das vernetzte Haus eine Zukunftsvision

Geräte mit “Smart-Features” gibt es inzwischen zuhauf. Aber solange jedes davon eine eigene App erfordert, werden diese weiterhin Spielzeuge bleiben. Natürlich sind nicht nur die technischen Voraussetzungen eine notwendige Bedingung dafür, das Smart-Home als alltäglich zu akzeptieren. Notwendig ist außerdem der Wille der Gesellschaft, sich auf derartige Konzepte einzulassen. Der Generationenwandel ist aber langsam an einem Punkt angekommen, an dem wir Technik als Alltagsphänomen akzeptieren. Dem vernetzten Haus steht also nichts mehr entgegen. Es muss nur noch in letzter Konsequenz realisiert werden. Gerüchteweise arbeiten aber bereits mehrere Hersteller – unter anderem auch Apple – an derartigen Konzepten.

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