Gold ist ein begehrtes Edelmetall. Das liegt nicht nur an seinem Wert, sondern zweifelsohne auch an der Tatsache, dass die Menschheit schon seit Jahrhunderten hinter dem glänzenden Metall her ist. Insbesondere die dicken, schweren Goldbarren, wie sie etwa in Fort Knox in den USA lagern, wissen zu beeindrucken. Der Rohstoff für diese Goldbarren sind sogenannte Nuggets, also kleinere Goldklumpen, die eingeschmolzen werden. Aber beim Goldabbau fallen in der Regel auch kleinere Goldfragmente an, die bisher nicht verwertet werden konnten. Forscher aus Australien haben jedoch ein Bakterium entdeckt, das aus diesen kleineren Goldfragmenten Nuggets formt.


Bakterien setzen Stück für Stück Gold zusammen

Aber nicht nur für Minenbetreiber wären derartige Bakterien interessant, sie könnten auch eine wesentliche Rolle bei der Verarbeitung von Gold aus Elektronik spielen. „In electronic waste, there’s a lot of gold. We need a technique without impact to health or community or environment to recover the noble metals that are in everyone’s smart phone or computer“, so Professor Frank Reith von der University of Adelaide. Die aktuellen Methoden, mit denen Gold aus Elektronikabfällen wiedergewonnen wird, seien bei weitem nicht so nachhaltig wie sie sein sollten. 2016 enthielt weggeworfene Elektronik seltene Materialien in Wert von etwa 84 Milliarden US-Dollar, wobei 29 Milliarden in Form von Gold in den Geräten steckt. Reith und sein Team arbeiten mit der Firma Mint aus Neuseeland zusammen, um eine Methode zu entwickeln, diese Goldanteile zurückzugewinnen. „We’re working with electronic waste as a feedstock, and are piloting a process that uses microbes as a method of purifying precious metals from the mix of other metals that old circuit boards contain“, so Dr. Ollie Crush von Mint.


Die Bakterien filtern andere Metall aus den Goldfragmenten heraus und fügen diese dann Stück für Stück zu größeren Klumpen zusammen. Bisher würde dieser Prozess noch zwischen 17 und 58 Jahren dauern, was aus geologischen Gesichtspunkten heraus wirklich nicht lang ist, industriell aber kaum nutzbar sein dürfte. Reith ist jedoch zuversichtlich, dass der Prozess deutlich verkürzt werden kann. Und auch wenn der Prozess dann noch mehrere Jahre dauern sollte, ließen sich so Goldvorräte erschließen, die bisher verloren gehen würden. „In a lot of mines there’s tailing materials and waste materials, and gold is lost there. With current technology, we can’t recover it. If you can make a recoverable resource from those parts, then you’re adding to the bottom line of any mine“, so Reith weiter.

 

via ABC Australien

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